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Payet erlöst Frankreich - 2:1-Sieg zum EM-Auftakt gegen Rumänien

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Verhalten
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Uff! Dimitri Payet ballt die Faust, doch nach dem hart erkämpften Sieg durch seinen späten Treffer mögen die Franzosen nicht groß jubeln. Foto: Peter Kneffel Foto: dpa
Atmosphäre
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Das machen dafür die Fans im Stadion um so ausgelassener. Foto: Abedin Taherkenareh Foto: dpa
Aufreger
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Ein Abtasten gibt es nicht, die Rumänen haben in der 4. Minute die erste dicke Möglichkeit. Lloris rettet auf der Linie. Foto: Abedin Taherkenareh Foto: dpa
Antwort
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Olivier Giroud antwortet sechs Minuten später mit einem Kopfball, der knapp links am Tor vorbeigeht. Foto: Peter Kneffel Foto: dpa
Verpasst
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Kurz darauf verpasst der quirlige Antoine Griezmann eine schöne Flanke, doch die Chance ist noch nicht vorüber. Foto: Yoan Valat Foto: dpa
Pfosten
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Aber die Nummer Sieben bringt kein Glück, den zurückprallenden Ball setzt der Franzose nur an den Pfosten. Foto: Srdjan Suki Foto: dpa
Ärgerlich
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Der Stürmer von Atlético Madrid hätte mit dem Tor die EM-Euphorie in Frankreich früh entfachen können. Foto: Yoan Valat Foto: dpa
Knapp
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Auch zum Auftakt der zweiten Hälfte hat Bogdan Stancu die Führung für Rumänien auf dem Fuß, doch wieder geht der Ball nicht rein. Foto: Yoan Valat Foto: dpa
Tor
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Und dann passiert es: Olivier Giroud ist mit dem Kopf zur Stelle und die Grande Nation jubelt über das 1:0. Foto: Srdjan Suki Foto: dpa
Premiere
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Mesut Özils Teamkollege von Arsenal trägt sich als Erster in die Torschützenliste ein. Foto: Filip Singer Foto: dpa
Ausgleich
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Der dritte Schuss von Stancu sitzt dann - vom Elfmeterpunkt. Rumänien gleicht aus. Foto: Srdjan Suki Foto: dpa
Stark
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Dimitri Payet macht über die Außenbahnen viel Druck, gibt die Vorlage zum ersten Tor und trifft dann auch noch zum Sieg. Foto: Georgi Licovski Foto: dpa
Traumtor
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Der Man of the Match erzielt nicht irgendein Tor, sondern versenkt einen sehenswerten Schuss in den Winkel. Foto: Srdjan Suki Foto: dpa
Geschlagen
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Die Paroli der Osteuropäer ist gebrochen, für ihren Aufwand werden sie nicht belohnt. Foto: Marius Becker Foto: dpa

St. Denis (dpa) - Die Spieler klatschten sich nur erleichtert ab, der große Jubel blieb nach dem späten Arbeitssieg der Équipe tricolore zum EM-Auftakt aus. Dafür schwangen die Fans auf den Tribünen des Stade de France die französische Fahne und feierten das 2:1 (0:0) über Rumänien.


Dimitri Payet hat die Gastgeber gleich zum Auftakt der Heim-EM vor einem schweren Stimmungsdämpfer bewahrt. Das Team von Welt- und Europameister Didier Deschamps kam gegen starke Rumänen erst spät zum Erfolg und feierte damit wie 1984 bei der Heim-EM und 1998 bei der WM im eigenen Land einen Auftaktsieg.

»Wir haben ein bisschen Schwierigkeiten gehabt, die Zügel loszulassen. Die Rumänen sind nicht leicht zu spielen. Dazu kam die Nervosität. Ein Eröffnungsspiel ist nie so einfach«, sagte Deschamps. »Aber am Ende steht diese Belohnung. Das ist sehr wichtig, dieses erste Spiel zu gewinnen. Damit sind wir gut in den Wettbewerb gekommen«, meinte der Coach.

Nach einer bunten Gute-Laune-Eröffnungsfeier taten sich die Franzosen von Beginn an schwer, erst in der 57. Minute gelang Mittelstürmer Olivier Giroud mit dem Hinterkopf der Führungstreffer, kurz vor Schluss traf Payet (89.), nachdem zuvor Bogdan Stancu (65.) per Foulelfmeter den Ausgleich erzielt hatte.

Auf den Tribünen löste der Erfolg großen Jubel aus und versetzte die Grande Nation in EM-Stimmung. In ihrem zweiten Spiel der Gruppe am kommenden Mittwoch in Marseille gegen Albanien kann die Gastgeber-Elf den Einzug in die nächste Runde schon perfekt machen. Aber auch die Rumänen haben noch die Möglichkeit auf die Achtelfinalteilnahme. »Uns hat heute ein bisschen Glück gefehlt. Wir hätten auch ein 1:1 schaffen können. Aber die Franzosen haben schon eine starke Mannschaft«, sagte Rumäniens Mannschaftskapitän Vlad Chiriches.

Von der Leichtigkeit, der Lebensfreude und dem Schwung der farbenfrohen Eröffnungsfeier war nach dem Anpfiff erstmal nichts zu sehen. Der von den Rumänen erwartete französische Sturmlauf blieb aus. Um Zentimeter verpassten stattdessen die Osteuropäer nach nur vier Minuten den Führungstreffer. Bogdan Stancu zielte aus drei Metern auf Frankreichs Kapitän und Torwart Hugo Lloris. Der Kopfball von Florin Andone nach der anschließenden Ecke landete auf dem Tornetz. Mit Unterstützung ihrer Fans befreiten sich die Franzosener Équipe tricolore von der spürbaren Last, und begannen ihrerseits die Rumänen unter Druck zu setzen.

Fast zwei Jahre nach dem letzten Pflichtspiel bei der 0:1-Niederlage gegen Deutschland im WM-Viertelfinale setzte Trainer Didier Deschamps auf das vertraute 4-3-3-System und seine gefährlichen Offensivkräfte Antoine Griezmann, Giroud und Payet. Bayern Münchens Kingsley Coman kam erst im zweiten Abschnitt zum Einsatz.

Giroud hatte in der 10. Minute die erste Gelegenheit für die Franzosen, die beste vergab Griezmann. Der Stürmer von Atlético Madrid köpfte in der 14. Minute aus kurzer Distanz an den Pfosten und scheiterte in der 36. Minute einem Schuss aus vollem Lauf nach Pass von Payet nur knapp. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit verfehlte Girouds Kopfball das Tor ebenfalls nur knapp.

Die von »General« Anghel Iordanescu zum dritten Mal betreuten Rumänen, die nur einmal in der EM-Geschichte eine Vorrunde überstehen konnten, vertrauten ihrer bewährten Defensivstrategie. Schon in der Qualifikation zur Endrunde ließ der EM-Viertelfinalist von 2000 in zehn Spielen nur zwei Gegentreffer zu und an diesem gut organisierten Abwehrbollwerk bissen sich auch die Gastgeber lange Zeit die Zähne aus. Zudem setzten die Osteuropäer weitere Nadelstiche: Stancu verpasste völlig unbedrängt in der 48. Minute den Führungstreffer für den Außenseiter.

Doch im zweiten Abschnitt wurde der Druck der Franzosen größer. Giroud und Paul Pogba scheiterten noch am rumänischen Torhüter Ciprian Tatarusanu, ehe der Keeper nach einer Flanke von Payet daneben griff und Giroud das 1:0 per Kopf gelang. Nur acht Minuten später nutzte Stancu einen Strafstoß zum Ausgleich. Der Torschütze war zuvor von Patrice Evra gefoult worden. In der Schlussphase drängten die Franzosen mächtig und kamen durch Payets sehenswerten Distanzschuss zum Siegtreffer.

Teamprofil Frankreich

Teamprofil Rumänien