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Paketfahrer auf Abwegen: Kroate bleibt an der „Benzinkurve“ im Schnee stecken

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Foto: Polizei Berchtesgaden

Ramsau – Irrtümlicherweise kam ein Paketausfahrer am Dienstagnachmittag mit seinem Transportfahrzeug auf Abwege und musste letztlich verzweifelt Hilfe anfordern. Eigentlich wollte er im Bereich der Wimbachbrücke ein Päckchen ausliefern, doch er blieb oberhalb der sogenannten "Benzinkurve" im Schnee stecken.


Der 46-jährige kroatische Staatsangehörige, der für ein Unternehmen aus dem Bereich Rosenheim unterwegs war, wollte eigentlich eine Adresse im Bereich der Wimbachbrücke anfahren. Doch er „verfehlte“ seine Zieladresse – die sich eigentlich in Talnähe befand – um einige Kilometer und schaffte es bei seiner Irrfahrt auf der schneebedeckten Forststraße fast bis zur Kührointalm. Aber nur fast...

Im Bereich oberhalb der sogenannten „Benzinkurve“ – den Einheimischen ein fester Begriff – fand seine Irrfahrt ihr Ende. Er blieb im steilsten Stück der Straße stecken und versuchte sein Fahrzeug wieder ins Tal zu steuern. Dabei kam der Transporter ins Rutschen und wurde glücklicherweise durch den aufgehäuften Schnee am Fahrbahnrand noch gestoppt. Wäre er nur etwas weiter gerutscht, wäre der Absturz in den Waldbereich die Folge gewesen.

Völlig verzweifelt und hilflos ließ der Fahrer sein Fahrzeug zurück und begab sich zu Fuß zurück ins Tal. Dort konnte er von einer Polizeistreife angetroffen und aufgenommen werden. Da der Mann weder Deutsch noch Englisch verstand, war die Verständigung mit ihm etwas schwierig.

Nachdem sich die Polizei ein Bild von der Lage gemacht hatte, wurde der Kroate mit zur Polizeidienststelle genommen, wo ihn dann später sein mittlerweile verständigter und hocherfreuter Chef abholte.

Über ein ortsansässiges Fuhrunternehmen wurde schließlich die „Bergung“ des Fahrzeuges, an dem augenscheinlich kein Schaden entstanden war, vermittelt und organisiert. Somit dürfte sich die Auslieferung der Pakete – darunter vermutlich auch einige Weihnachtsgeschenke – nur um wenige Stunden verzögert haben und der Fahrer nochmal mit einem „blauen Auge“ davongekommen sein.