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Ohne Rib & Rob: Bayern schlagen Mainz mit 3:1

München (dpa) - Kein Robben, kein Ribéry und nur 15 Minuten Martínez - und dennoch der dritte Sieg im dritten Spiel. Der FC Bayern München hat mit einem nie gefährdeten 3:1 (2:0) gegen den FSV Mainz 05 die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga behauptet.

FC Bayern München - FSV Mainz 05
Mario Mandzukic (r) schoss den Rekordmeister bereits in der 2. Minute mit 1:0 in Führung. Foto: Andreas Gebert Foto: dpa

Dabei bewies der deutsche Rekordmeister, dass es zumindest auf nationaler Ebene zurzeit auch ohne seine filigrane Flügelzange Franck Ribéry/Arjen Robben geht. Teils habe seine Mannschaft sogar «exzellenten Fußball» gespielt, resümierte Trainer Jupp Heynckes, der seinen 40-Millionen-Neuzugang Javier Martínez zu Beginn wiederum auf die Bank setzte - und ihn erst eine Viertelstunde vor Ende brachte.

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Vier Tage vor dem ersten Härtetest auf internationaler Ebene gegen den FC Valencia kompensierte der FCB auch den kurzfristigen Ausfall zweier Mittelfeldstars. Mit Oberschenkelbeschwerden hatten Ribéry und Robben passen müssen, die Kollegen aber ließen sich davon nicht beeindrucken und stellten den ersten Erfolg gegen Mainz seit eineinhalb Jahren durch Tore von Mario Mandzukic (2. Minute), Bastian Schweinsteiger (13.) und Toni Kroos (90./+2) sicher.

Für etwas Spannung sorgte immerhin Adam Szalai mit seinem Elfmetertreffer (59.), danach allerdings kamen die Mainzer zu keinen ernsthaften Ausgleichschancen. «Unsere Situation war ein Punkt aus drei Spielen. Ich habe keinen Gedanken an eine Sensation in München verschwendet. Das ehrt uns, dass uns das zugetraut wurde», meinte der Mainzer Coach Thomas Tuchel ernüchtert.

Richtig rund lief es bei der Heynckes-Elf vor allem in der Anfangsviertelstunde, danach ließen es seine Kicker vor 71 000 Zuschauern in der Allianz Arena lockerer angehen. Dass die drei Punkte trotzdem nie in Gefahr gerieten, war vor allem der weitgehenden Mainzer Ungefährlichkeit zu verdanken. Noch in der vergangenen Saison hatten die Rheinhessen vier Zähler gegen die Bayern geholt, diesmal hatten sie kaum etwas entgegenzusetzen. «Nach der ersten halben Stunde haben wir es leider ein bisschen schleifen lassen. Am Ende haben wir dann aber wieder gezeigt, dass wir ganz ordentlich Fußball spielen können», urteilte Torwart Manuel Neuer.

Bestens eingelebt an der Säbener Straße hat sich inzwischen vor allem die kroatische Stürmer-Neuerwerbung Mandzukic. Der frühere Wolfsburger traf im fünften Saisonpflichtspiel seines neuen Clubs bereits zum sechsten Mal, wenn man auch das Supercup-Duell mit Doublesieger Borussia Dortmund aus dem August dazurechnet. Schon nach 90 Sekunden brauchte er allein vor dem FSV-Tor nur noch seinen linken Fuß für die Führung hinzuhalten, nachdem ihn Thomas Müller mit einem exzellenten Querpass vorher in Szene gesetzt hatte.

Kurz darauf legte Nationalspieler Schweinsteiger per Kopf das zweite Tor nach - da blinzelte kurz sogar die Sonne durch den bis dato ziemlich bedeckten Nachmittagshimmel, und auf der Tribüne setzten die Bayern-Bosse Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß (wie gehabt mit rot-weißem-Schal) ihr schönstes Siegerlächeln auf.

Den Mainzern gefiel das freilich gar nicht - am wenigsten Trainer Tuchel, der die erste knappe Viertelstunde fast ständig direkt an der Seitenlinie anzutreffen war und seine Unzufriedenheit mit wilden Armbewegungen zum Ausdruck brachte. Selbst beim 1:2 profitierten die Gäste ausschließlich vom ungestümen Einsatz Dantes, der Julian Baumgartlinger im Strafraum umgrätschte. Den Strafstoß verwandelte Szalai sicher - auf der Gegenseite verpassten die Münchner allerdings gleich mehrmals den dritten Treffer. Erst kurz vor dem Abpfiff gelang der dann noch Kroos nach feiner Vorlage des Spaniers Martínez.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 68,3 - 31,7

Torschüsse: 21 - 7

gew. Zweikämpfe in %: 51 - 49

Fouls: 12 - 18

Ecken: 10 - 2

Quelle: optasports.com