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Sportlerehrung der Stadt Traunstein: 140 Sportler und 6 Funktionäre geehrt – Lob auch für Betreuer, Eltern und den Landkreis

Oberbürgermeister Kegel: »Traunstein ist eine Sportstadt«

Viele Traunsteiner Sportvereine und ihre Aktiven blicken wieder auf ein erfolgreiches Sportjahr zurück. Das wurde bei der Sportlerehrung deutlich, die in der Franz-Eyrich-Halle stattfand. (mit Bildern)

Verdienstabzeichen gab es bei der Sportlerehrung für herausragendes sportliches Engagement in den Vereinen (von links): Stadtverbands-Vorsitzender Stefan Namberger, der Sportreferent des Traunsteiner Stadtrats Uwe Steinmetz, Charlotte Rappel (Reit- und Fahrverein Traunstein), Martin Schmid, Otto Keller (beide Feuerschützengesellschaft Traunstein), Herbert Fischer, Helmut Otillinger (beide Turnverein Traunstein), Rudolf Willsch (Schachgemeinschaft Turm Traunstein/Traunreut) und Oberbürgermeister Christian Kegel. (Fotos: Wittenzellner)

Es war wohl die letzte Ehrung in dieser Halle, auf die im kommenden Jahr die Abrissbirne wartet. Bei der Veranstaltung betonte Oberbürgermeister Kegel: »Traunstein ist eine Sportstadt.«

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200 Sportler und 6 Funktionäre wurden von den Vereinen vorgeschlagen und gemäß der Kriterien des Stadtverbands der Sportvereine – in der die Stadt Traunstein auch die finanzielle Förderung für die Vereine bündelt – auch zugelassen. Für die Ehrung sagten dann 140 Sportler und die 6 Funktionäre ihre Teilnahme zu. Die deutlich geringere Anwesenheitszahl war aber keine Geringschätzung der beliebten Feststunde. Doch viele Sportler sind auch durch Studium oder andere Aktivitäten an andere Lebensorte gebunden oder waren anderweitig verhindert.

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Für die anwesenden Sportler wurden – je nachdem wie oft sie die Leistung schon in der Vergangenheit erbrachten – Leistungsmedaillen verliehen und/oder eine Ehrenurkunde überreicht. Für Verdienste um den Sport im Bereich der Stadt Traunstein gab es Verdienstabzeichen.

Oberbürgermeister Christian Kegel betonte die hohe Bedeutung der »schönsten und wichtigsten Nebensache der Welt«, des Sports für die Gesellschaft. Dieser habe unter anderem als Freizeit-, Spitzen-, Schul- und Leistungssport vielfache Ausprägungen. So bestünde der Wunsch nach Gesunderhaltung des eigenen Körpers genauso wie das Ausweiten der eigenen körperlichen Grenzen.

Er machte die enge Verzahnung des Breitensports als Fundament für den Leistungs- und Spitzensport deutlich. Würde ersterer doch klar von den Vorbildern aus dem Spitzensport leben, wie der Oberbürgermeister am Beispiel des Tennisbooms in den 1980er Jahren um die deutschen Stars wie Boris Becker oder Steffi Graf deutlich machte. Internationale Topleistungen und Erfolge würden auch unmittelbare Auswirkungen auf die Anmeldezahlen in den Sportvereinen mit sich bringen.

»Sport ist die beste Sozialarbeit«

»Sport ist weiterhin die beste Sozialarbeit« stellte der Oberbürgermeister die Wichtigkeit des Sports für die Gesellschaft heraus. Damit hole man Kinder und Jugendliche im wahrsten Sinne des Wortes von der Straße. Im Sport und in den Vereinen würden Werte wie Fairness, Teamfähigkeit und der Umgang mit Sieg und Niederlage gelehrt. Der Sport spiele in Traunstein eine gebührende Rolle. »Wir sind eine richtige Sportstadt« sagte Kegel. Er bedankte sich auch bei allen ehrenamtlichen Trainern und Betreuern und schloss in seiner Würdigung auch die Eltern der Sportler mit ein.

Der Landkreis bekam ein Lob für die Errichtung und Bereitstellung unterschiedlicher Sportstätten. Man werde von Menschen aus Rosenheim oder München um die gute Sportinfrastruktur beneidet. »Wir dürfen mit Stolz behaupten, Traunstein ist ein Oberzentrum auch im Bereich des Sports«, so Kegel. Er betonte sogar, man werde nach der Turnhallen-Fertigstellung am Annette-Kolb-Gymnasium im gesamten südostbayerischen Raum führend sein.

Die Ehrungen wurden von Stadtrat Stefan Namberger in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Stadtverbands der Sportvereine vorgenommen. Namberger lobte das Engagement der Sportler und der Vereine: »In Traunstein wird guter und erfolgreicher Sport geboten.« Die Erfolge zeigten sich je nach Sportart und Wettkampfeinteilung auf Gau, Bezirks-, Landes- und Bundesebene.

Die Ehrungen waren in fünf Blöcke eingeteilt. Traditionell wurde mit den Schulen begonnen, bei denen sich die beiden Traunsteiner Gymnasien im vergangenen Jahr erfolgreich behaupteten.

Großvereine stellen zahlreiche Sportler

In den weiteren Blöcken wurden Sportler aus neun Traunsteiner Sportvereinen geehrt, wobei traditionell die Großvereine SBC Chiemgau und vor allem der TV Traunstein wieder eine hohe Zahl an Sportlern stellten. Auch den Leistungen der Stadtmeister und erfolgreiche Athleten bei den Special Olympics wurde Tribut gezollt. Zum Abschluss wurden Verdienstabzeichen für langjährige im Ehrenamt tätige Vereinsvorstände verliehen. »Ein paar Jahrhunderte Vereinsarbeit stehen hier auf der Bühne« würdigte Namberger das Engagement der Geehrten.

Für eine akustische Auflockerung bei der Namensverlesung sorgte die Redbutton Bigband der Musikschule Traunstein unter der Leitung von Hein Kraller. Die richtigen Töne am Mikrofon traf Silvia Tica.

Für die geladenen Gäste war aber nach der Medaillen- und Urkundenverleihung noch nicht Schluss: Sie durften sich in das Ehrenbuch der Stadt Traunstein eintragen. Beim anschließenden Stehempfang tauschte man sich dann gemütlich über die erreichten persönlichen Erfolge aus oder fand so manches interessante (Sport)-Thema aus der Großen Kreisstadt diskussions- und gesprächswürdig. awi