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Nürnberg bleibt sieglos - 0:0 gegen Schalke

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1. FC Nürnberg - FC Schalke 04
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Der Nürnberger Makoto Hasebe (l) geht konsequent in den Zweikampf mit Schalkes Max Meyer. Foto: Timm Schamberger Foto: dpa

Nürnberg (dpa) - Der 1. FC Nürnberg hat die Hinrunde in der Fußball-Bundesliga als erstes Team ohne Sieg abgeschlossen. Durch das 0:0 gegen Schalke 04 sorgten die Franken jedoch dafür, dass die Trainerdiskussion bei den Gelsenkirchenern weiter anhält.


Womöglich bereits am Sonntag will der Verein über den Verbleib von Coach Jens Keller entscheiden, der zum Hinrundenabschluss nicht auf der Bank saß: Der 43-Jährige musste wegen einer hartnäckigen Magen-Darm-Grippe auf dem Hotelzimmer bleiben und wurde von Assistent Peter Herrmann vertreten.

»Wir hoffen, dass wir die Analyse machen können«, sagte Schalkes Sportvorstand Horst Heldt im TV-Sender Sky angesichts des erkrankten Trainers. »Wir haben Ziele nicht erreicht, wir haben Ziele erreicht«, meinte Heldt. All das werde man nun besprechen. »Wir als Mannschaft wollen, dass der Trainer bleibt. Es arbeitet sehr gut mit uns«, sagte Schalke-Talent Max Meyer. Und Torhüter Ralf Fährmann stellte fest: »Der Trainer bereitet uns die Woche über auf die Gegner gut vor. Ich denke, so wird es auch in Zukunft sein.«

Die Partie in Nürnberg war als Schicksalsspiel für den schon lange in die Kritik geratenen Keller betrachtet worden. Doch ohne den angeschlagenen Kevin-Prince Boateng ließen es Kellers Schützlinge lange an Elan, Durchschlagskraft und Einsatzbereitschaft vermissen. Im Kampf um den ersehnten ersten Saisonsieg rackerte der FCN die Gäste regelrecht nieder, vergab aber zahlreiche Chancen und den Sieg. »Wir müssen auch mal ein Tor schießen», meinte Trainer Gertjan Verbeek. »Uns fehlt auch das Glück. Aber wir machen Fortschritte.«

Schon die erste Viertelstunde gehörte allein den Nürnbergern. Der starke Hiroshi Kiyotake überzeugte als Spielmacher, nicht aber als Vollstrecker. Nach drei Minuten scheiterte der Japaner frei stehend vor Schalkes Torwart Fährmann, kurz darauf zielte Kiyotake nach einem Dribbling vom rechten Strafraumeck knapp neben das Tor (23.). Auch Daniel Ginczek (10.) vergab gleich in der Anfangsphase.

Von den ersten Misserfolgen im gegnerischen Strafraum ließen sich die Nürnberger aber nicht beirren, sondern drängten weiter mit allen Mitteln auf die Führung. Hochmotiviert schmissen sich die Franken in jeden Zweikampf und kamen immer wieder zu Torabschlüssen. Nach Makoto Hasebes (31.) abgewehrtem Schuss sorgte das Abseitstor von Josip Drmic (35.) für jede Menge Aufregung, aber wieder nicht für Jubel.

Die Schalker enttäuschten vor allem in der ersten Halbzeit auf ganzer Linie. Ohne Vorwärtsdrang und hinten mit vielen Lücken war der Champions-League-Achtelfinalist den abstiegsgefährdeten Gastgebern deutlich unterlegen. Bis auf zwei Verzweiflungsschüsse von Jermaine Jones (29.) und Roman Neustädter (42.) ging im Gelsenkirchener Angriff gar nichts, obendrein verletzte sich Christian Fuchs vor 42 687 Zuschauern am Knie und musste schon früh ausgewechselt werden.

Auch in Hälfte zwei schaffte es das Millionen-Ensemble lange nicht, die spielerischen Qualitäten von Jefferson Farfan & Co. in Szene zu setzen. Stattdessen liefen die Nürnberger - zuletzt mit drei Heimsiegen gegen S04 in Serie - zunehmend verzweifelter an. Nach Kiyotakes raffinierter Hereingabe tauchte kurz nach Wiederanpfiff erneut Drmic allein vor Fährmann auf (55.), doch Schalkes Schlussmann klärte in höchster Not mit einer Fußabwehr. Vier Minuten später flog ein Distanzschuss des Schweizer Stürmers knapp links vorbei. Die größte aller Chancen vergab der FCN eine knappe Viertelstunde vor Schluss, als Verteidiger Per Nilsson aus zehn Metern an die Latte köpfte. Vorausgegangen war eine weite Flanke von Kiyotake.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 60 - 40
Torschüsse: 15 - 8
gew. Zweikämpfe in %: 49,4 - 50,6
Fouls: 14 - 19
Ecken: 9 - 4

Quelle: optasports.com