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NS-Dokumentation am Obersalzberg erneut im »Schwarzbuch«

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Foto: dpa

Berchtesgaden (dpa) – Bayerns Staatsregierung und Kommunen sind durch reichhaltige Steuerverschwendung aufgefallen – das gibt der Bund der Steuerzahler bekannt.


In dem am Dienstag veröffentlichten, bundesweiten »Schwarzbuch« für 2019 ist der Freistaat mit neun Fällen vertreten – darunter auch die Dokumentation am Obersalzberg. Schon 2016 schaffte sie es ins »Schwarzbuch«.

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In der aktuellen Begründung heißt es: »Auch bei dem Erweiterungsbau des Dokumentationszentrums bei Hitlers einstigem Urlaubsdomizil auf dem Obersalzberg im Berchtesgadener Land liefen die Kosten aus dem Ruder. Der Bau werde mit 30,1 Millionen Euro nun mehr als doppelt so teuer wie vormals geplant. Grund für die Verteuerung seien unter anderem die Lüftungstechnik, der Brandschutz und die komplizierte Lage im Gebirge.« 

Bayerns Steuerzahlerpräsident Rolf von Hohenhau wirft der öffentlichen Hand vor, Projekte oft anfangs zu billig zu planen und die Bauzeiten nicht im Griff zu haben. »Was länger dauert, kostet in aller Regel mehr.« Im Fall des Obersalzbergs waren die Kosten für den Erweiterungsbau ursprünglich auf 14 Millionen Euro kalkuliert worden. Die Bauarbeiten laufen seit Jahren. Frühestens im Jahr 2021 soll die Ausstellung eröffnet werden. (Foto: Bund der Steuerzahler/dpa)

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