weather-image
16°

Nicki Hronek beendet ihre Karriere

3.0
3.0
Bildtext einblenden
Während Skifahrerin Nicki Hronek ihre Karriere beendet hat, fährt ihr jüngerer Bruder Tim weiter im Skicross-Weltcup mit. (Foto: Hronek)

Skirennläuferin Nicki Hronek aus Unterwössen hat ihre sportliche Laufbahn beendet. Das hat die 28-Jährige jetzt bekannt gegeben. »Ich habe den Anschluss verloren und mich von der Weltspitze weit entfernt«, begründete Hronek ihren Schritt.


Bereits im Verlauf der vergangenen Saison habe sie mit dem Gedanken gespielt, nach dem Winter die Bretter an die Wand zu nageln. »Ich habe viel um meine Form gekämpft. Irgendwann habe ich festgestellt, dass das Feuer fehlt«, meinte die siebenfache Deutsche Meisterin. Auch der Rat eines Mentaltrainers und ein Materialwechsel brachten nicht den erwünschten Erfolg. Ihren Entschluss habe sie mit vertrauten Personen in ihrem Umfeld besprochen. Die Entscheidung aufzuhören, habe sie schließlich alleine gefällt. »Derzeit habe ich deswegen kein schlechtes Gefühl, es ist eher befreiend«, sagt sie sichtlich erleichtert.

Anzeige

In ihrer Karriere, die 2010 im Weltcup begann, hatte Hronek immer wieder mit schweren Verletzungen zu kämpfen. Dreimal hat sie sich das Kreuzband gerissen. »Immer wieder habe ich einen neuen Anlauf nehmen müssen, jetzt ist die Luft raus.« Ihren größten Erfolg feierte sie 2013 bei der WM in Schladming mit der Bronzemedaille in der Mannschaft. Im selben Jahr gelang ihr mit dem fünften Platz im Super-G in Garmisch-Partenkirchen ihre beste Platzierung im Weltcup.

Ihr jüngerer Bruder Tim hat die Nachricht vom Rücktritt seiner Schwester übrigens gefasst aufgenommen, betont Nicki Hronek, schiebt aber hinterher: »Klar, wenn die große Schwester als Vorbild aufhört, ist das nicht schön für ihn.« Tim Hronek ist im Weltcup bei den Skicrossern unterwegs.

Pläne für die Zukunft hat Nicki Hronek bereits geschmiedet. Sie ist beruflich bei der Bundespolizei abgesichert und würde gerne Polizei-Bergführerin bei der Dienststelle in Berchtesgaden werden. Sportlich will sie weiter auf den Skiern unterwegs sein. »Aber ohne Zeitnahme im Ziel«, lacht sie. Auch eine Laufbahn als Trainerin im alpinen Bereich kann sie sich irgendwann vorstellen.

Der Blick zurück auf ihre Karriere fällt ohne jeglichen Zorn aus, wie sie betont. »Ich bin sehr dankbar für alles. Es war eine tolle Zeit, auch wenn es oft ein harter Weg gewesen ist«, sagt Nicki Hronek. SHu