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Nichts für schwache Nerven

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Rade Kocic (l.) von der SG Schönau im Kopfballduell mit dem besten Dorfener Spieler Kevin Kostner. Stefan Weinbuch und ein Dorfener Spieler beobachten den Luftkampf. (Foto: Wechslinger)

Nach den ersten vier Saisonspielen steht eindeutig fest: Die SG Schönau hat Bezirksliganiveau. Derzeit befinden sich die Schönauer mit dem zweiten Tabellenplatz gut auf Kurs.


Die junge Mannschaft siegte bisher in vier Spielen dreimal. Das ist weitaus mehr, als selbst die größten Optimisten erwartet hätten. Hinter den Erfolgen steht höchster Einsatz gepaart mit Virtuosität im Spiel. Am Samstag besiegte Schönau den Tabellendritten TSV Dorfen vor 300 Zuschauern mit 2:1.

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Gleich zu Beginn kamen die Schönauer zu ersten Möglichkeiten. Stefan Weinbuch wurde einschussbereit gerade noch vom Ball getrennt (4.) und der neuerlich groß aufspielende Rade Kocic (10.) kam gegen Torhüter Alexander Wolf einen Schritt zu spät. Bereits in der 14. Minute wurde Kocic für seinen Einsatz belohnt, als er nach einem Abwehrfehler der Gäste ein Zuspiel von Weinbuch zum Führungstreffer genutzt hat. Bereits in der frühen Phase des Spiels forderte Dorfens kompromissloser Mannschaftskapitän Timo Lorant seine Mitspieler auf, sich besser zu konzentrieren. Ein Grund für die Unzufriedenheit des Mannschaftsführers waren die Sturmläufe von Sebastian Wessels, den die Dorfener Abwehr das gesamte Spiel nicht in den Griff bekommen hat. Wessels ist nicht nur pfeilschnell, er ist auch durch sein hohes technisches Vermögen nur schwer vom Ball zu trennen.

Eine erste Schrecksekunde für Schönau gab es jedoch nach einer Viertelstunde, als sich Maximilian Lechner durchsetzte und knapp über die Kreuzecke zielte. Gefährlich für Schönau wurde es auch nach 22 Minuten, als Andreas Hartl einen Kopfball knapp übers Tor setzte.

Neue Taktik nach der Trinkpause

Nach einer ersten Trinkpause nach 25 Minuten kam Dorfen besser ins Spiel und setzte Schönau gehörig unter Druck. Die Gastgeber fanden einige Zeit nicht mehr zu ihrem guten Spiel, was sich jedoch durch Standardsituationen wieder änderte. Denn, wenn Weinbuch seine gefährlichen Freistöße auf die kopfballstarken Mitspieler zirkelt, gerät jede Abwehr ins Wanken. Doch Dorfen blieb immer gefährlich und Hartl zirkelte einen Freistoß nur knapp am Tor vorbei. Es war in dieser Phase das enge Spiel, das man auch erwartet hatte. In der 40. Minute setzte sich wieder einmal Kocic durch, wurde jedoch im letzten Moment abgedrängt. Wenig später wäre der Schönauer Mittelstürmer durch gewesen und wurde gefoult. Hier irrte sich der ansonsten souveräne Schiedsrichter Benny Woock vom TSV St. Wolfgang, da er auf Freistoß für Dorfen entschied.

Die 1:0-Führung zur Halbzeit war auf Grund der Chancen hoch verdient. Und die Schönauer hatten auch im zweiten Durchgang den besseren Start. Kocic lief alleine auf den Torhüter zu und wollte ihn überspielen, was jedoch nicht gelungen ist. Schönau lag zwar in Führung, aber Dorfen drängte auf den Ausgleich. Angetrieben von Abwehrchef Kevin Kostner versuchte Dorfen, mit hohen Bällen in den Strafraum und über die Flügel zum Erfolg zu kommen. Doch Schönaus Abwehr hielt dem Ansturm stand und kam immer wieder zu Kontermöglichkeiten.

Knisternde Spannung im Alpenstadion

Ein Treffer lag in dieser Spielphase auf beiden Seiten in der Luft. In der 63. Minute kam Mannschaftskapitän Toni Hölzl zu einer großen Möglichkeit, schoss jedoch weit übers Tor. Wie aus dem Nichts ging Schönau in der 73. Minute mit 2:0 in Führung. Maier spielte einen Doppelpass mit Weinbuch, der ideal auf Korbinian Burger legte. Gegen den Strich von Burger aus 25 Metern genau ins Torkreuz war Dorfens Torhüter machtlos.

Gingen die Dorfener schon das ganze Spiel über nicht zimperlich zur Sache, so erkannte man fortan, warum Dorfen in der Fairnesstabelle an der letzten Stelle liegt, während die SG Schönau als viertfairste Mannschaft gelistet ist. Dorfen kam durch den eingewechselten Michael Friemer zu einer ersten Topchance. In der 77. Minute nutzte er eine Schönauer Unkonzentriertheit zum Anschlusstreffer. Jetzt wackelte Schönau, fiel aber nicht. Denn SG-Torhüter Christian Thurner hielt seine Mannschaft mit Glanzparaden auf Siegeskurs. Kurz vor Schluss übersah der Unparteiische das Handspiel eines Dorfeners im Strafraum und die Gäste wurden noch ungestümer. Nachdem sie vorher schon Maier unfair von den Beinen geholt hatten, musste auch Hölzl eine überharte Attacke hinnehmen. Die letzte Chance hatte dann noch einmal die SG Schönau, als Weinbuch knapp am Tor vorbei zielte. Dann war Schluss und die toll aufspielende Schönauer Elf feierte ihren dritten hoch verdienten Sieg im vierten Spiel.

SG Schönau: Christian Thurner; Benedikt Pühler, Lukas Laue, Lukas Klaus, Daniel Widl, Stefan Weinbuch, Toni Hölzl, Korbinian Burger (85. Sebastian Rabenbauer), Rade Kocic (68. Dominik Meyer), Daniel Maier, Sebastian Wessels (90. Althaus). Christian Wechslinger

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