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Neues Rahmenkonzept für Unesco-Biosphärenreservat Rhön

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Priska Hinz (Bündnis 90/Die Grünen)
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Priska Hinz, Umweltministerin in Hessen, zwischen Erdbeerpflanzen. Foto: Fabian Sommer/Archiv Foto: dpa

Gersfeld (dpa/lby) - Mit einem neuen Rahmenkonzept entwickeln Hessen, Bayern und Thüringen das Biosphärenreservat Rhön weiter. Nach vier Jahren Vorbereitung wurde am Mittwoch im osthessischen Gersfeld ein Leitbild für die besondere, von der Unesco anerkannte Kulturlandschaft vorgelegt. Enthalten sind 66 Projektideen, mit denen das Biosphärenreservat fit für die Zukunft gemacht werden soll. Es geht unter anderem um den Klimaschutz, den demografischen Wandel, erneuerbare Energien und nachhaltige Landwirtschaft.


«Das neue Rahmenkonzept ist ein entscheidender Baustein zur Bewältigung der aktuellen lokalen und globalen Herausforderungen», sagte Hessens Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) laut einer Mitteilung. Im Programm wird die Renaturierung von Quellen als Beispiel genannt. So soll mehr Lebensraum für die Rhönquellschnecke, den Feuersalamander und den Alpenstrudelwurm geschaffen werden.

Eine Aufklärungskampagne über die nachhaltige Lichtnutzung und den Schutz der Nacht informieren. Das sei überlebenswichtig für nachtaktive Tiere. Auch die Rhönschafhaltung und -beweidung werde gestärkt. Elf Arbeitsgruppen hatten sich länderübergreifend der Entwicklung des Biosphärenreservats zu verschiedenen Themen gewidmet.

Die Rhön als eines von 669 Unesco-Biosphärenreservaten ist Teil eines globalen Verbundes von international repräsentativen Modellregionen, in denen Nachhaltigkeit beispielhaft gelebt und umgesetzt wird. Zentrales Ziel ist ein ausgewogenes Verhältnis von menschlicher Nutzung und natürlicher Kreisläufe. Die Rhön wurde 1991 als Biosphärenreservat anerkannt, es ist mittlerweile etwa 240 000 Hektar groß. 1995 wurde das erste Rahmenkonzept veröffentlicht.

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