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Neues Kreuz auf dem Pfaffenkegel

Schönau am Königssee - Oberregierungsrat Reinhard Mayr vom Hauptzollamt Rosenheim konnte am Sonntag bei herrlichstem Wetter zahlreiche Besucher zur 50. Zöllner-Bergmesse auf dem Pfaffenkegel begrüßen. Die Jubiläums-Bergmesse war verbunden mit einer Kreuzweihe.

Militärpfarrer Martin Strasser zelebrierte die 50. Zöllner-Bergmesse auf dem Pfaffenkegel. Fotos: Anzeiger/B. Stanggassinger

Ein besonderer Gruß galt dem Militärpfarrer aus Bad Reichenhall, Martin Strasser, der Musikkapelle Marktschellenberg und den Weihnachtsschützen. In einer kurzen Laudatio ging Mayr auf die Geschichte der Zöllnerbergmesse ein.

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1960 wurde die erste Zöllnermesse am Pfaffenkegel gefeiert, zweimal musste man die Messe absagen und so kam es in diesem Jahr zur 50. Jubiläumsmesse, zugleich verbunden mit einer Kreuzeinweihung. Jede der 50 Messen wurde von der Musikkapelle Marktschellenberg musikalisch gestaltet.

Das Gipfelkreuz am Pfaffenkegel war von einem Sturm umgerissen worden. Zollbetriebsinspektor Andreas Renoth hatte daraufhin ein neues Kreuz angefertigt. Für seine Mühen bekam er kräftigen Applaus.

Militärpfarrer Martin Strasser ging auf die Bedeutung des Kreuzes ein. Das Kreuz sei das Heilszeichen der Christen. Der Fels sei der Hochaltar und darauf ist das Kreuz. »Wir sollen dankbar sein, dass wir hier oben sein dürfen und Gottesdienst feiern können«, so der Pfarrer. Der Geistliche zelebrierte den Gottesdienst, segnete das neue Kreuz und man gedachte im Gebet der verstorbenen Zöllner des vergangenen Jahres. Dies waren im Bereich des Hauptzollamtes Rosenheim 15 Pensionisten und zwei aus dem aktiven Dienst. Die Musikkapelle spielte das Stück vom alten Kameraden, die Zöllnerfahne wurde gesenkt und die Weihnachtsschützen schossen einen Ehrensalut.

Anschließend feierte man im Stahlhaus. Die Musikkapelle Schellenberg spielte schneidig auf. Es gab viel zu erzählen, denn es reisten ehemalige Zöllner aus dem Allgäu und aus Passau an, auch Freunde, die man von der Almer Wallfahrt kannte, kamen aus Österreich. Tradition ist es auch, dass die Zöllner auf ihrem Nachhauseweg die Brennhütte der Enzianbrennerei Grassl am Priesberg besuchen. Geschäftsführer Ludwig Schauer und der Bergbrenner Hubert Ilsanker luden zu Kaffee und Kuchen und einem Stamperl Enzian ein. B.St.