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Neuer Tiefpunkt für den BVB - Reus erneut verletzt

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Böses Foul
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Marco Reus (M) wird nach dem Foul durch Bakalorz auf dem Spielfeld behandelt. Foto: Jonas Güttler Foto: dpa

Paderborn (dpa) - Jürgen Klopp schäumte vor Wut. Nicht nur der verschenkte Sieg seiner Mannschaft beim 2:2 in Paderborn, sondern auch der erneute Ausfall von Marco Reus und das gestohlene Tor von Kevin Großkreutz schlugen dem Dortmunder Trainer mächtig aufs Gemüt.


»Eine schreckliche Szene. Das ist schwer zu verarbeiten«, beklagte der Coach das folgenschwere Foul an Reus, »mir fällt es heute schwer, über Fußball zu sprechen.« Sportdirektor Michael Zorc wahrte nur mit Mühe die Fassung: »Das war ein Scheiß-Nachmittag.«

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Vor allem die grenzwertige Grätsche von Marvin Bakalorz (64. Minute) im Zweikampf mit Reus brachte Klopp auf die Palme. In erster Wut stürmte er nach dem Abpfiff auf den Platz und beschimpfte den Paderborner Mittelfeldspieler. Einen Tag nach der Partie bestätigte sich der böse Verdacht. Wegen eines Außenbandrisses im rechten Sprunggelenk wird Reus in der Hinserie nicht mehr zum Einsatz kommen und voraussichtlich erst im Januar wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. »Soviel Pech kann man gar nicht haben«, kommentierte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.

Für den Nationalstürmer geht damit der Alptraum weiter, der vor der WM begann. Im letzten Testspiel vor der Abreise des Nationalteams erlitt er einen Teilriss des Syndesmosebandes, der ihn um die Turnier-Teilnahme in Brasilien brachte. Kaum genesen, zog er sich erneut eine Sprunggelenksverletzung zu. Für den dritten Ausfall des viel umworbenen Stars binnen eines halben Jahres machte Klopp den ehemaligen Dortmunder Bakalorz verantwortlich: »Es passiert ihm immer wieder, dass er so unkontrolliert grätscht.«

Der Paderborner Profi zeigte sich nach Sichtung der TV-Bilder reumütig: »Das war zu heftig. Es tut mir auf jeden Fall leid.« Nur mit Glück entging Bakalorz einem Platzverweis - er wurde nur mit Gelb bestraft. »Als ich nachher die Zeitlupe gesehen habe, habe ich mich selbst erschrocken und muss sagen: Rot wäre die richtige Entscheidung gewesen«, bekannte Schiedsrichter Wolfgang Stark in der »Bild am Sonntag«.

Das 2:2 beim Aufsteiger war für den Revierclub der neue Tiefpunkt der bisherigen Krisensaison. Selbst die Zwei-Tore-Führung durch Pierre-Emerick Aubameyang (12. Minute) und Reus (45.+1) zur Pause verhalf nicht zu einem Happy End. Paderborns Torschützen Lukas Rupp (60.) und Mahir Saglik (81.) rissen die Borussia aus allen Träumen vom zweiten Sieg nacheinander. Nur einen Spieltag nach dem ermutigenden 1:0 über Mönchengladbach kehrte bei Klopp die Ernüchterung zurück: »Jetzt stehen wir hier mit - fast - nichts.«

Es passte ins Bild von einem verwunschenen Spieltag, dass ein Treffer von Großkreutz (80.) zum möglicherweise vorentscheidenden 3:1 für den BVB wegen angeblicher Abseitsstellung nicht anerkannt wurde. Für Klopp war dies ein weiterer Grund zur Klage: »Dann steht es 3:1 und das Ding ist gegessen.«

Die Aufregung über diese Fehlentscheidung hatte sich gerade erst gelegt, da traf Paderborn zum 2:2. »Das ist ein überragendes Ergebnis für uns«, schwärmte André Breitenreiter. Der SC-Coach berauschte sich an der großen Moral seiner Profis: »In der ersten Halbzeit waren wir deutlich zu passiv. Respekt vor einem Team, nach einem 0:2 gegen eine Weltklassemannschaft so noch zurückzukommen.« Ähnlich urteilte Mittelfeldspieler Mario Vrancic: »Wir sind über den Kampf zurück ins Spiel gekommen. Das ist ein gefühlter Sieg.«

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