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Neuer Film beschäftigt sich mit Vor- und Nachteilen von Facebook

Social Media begleitet unser alltägliches Leben, beim einen mehr, beim anderen weniger. In vielen Filmen wird diese Thematik allerdings ausgelassen – zu langweilig heißt es immer. Der Film »Mann Mia« durchbricht diese Prinzipien und zeigt, wie Social Media das Leben von Jugendlichen beeinflusst und auch mal eine Beziehung vernichten kann.

Der Anstoß des Streits: Ein früherer Klassenkamerad der Hauptfigur Mia Mann schreibt eine Nachricht an ihre Facebook-Seite. Das gefällt Mias Ehemann aber gar nicht. Der Film der Jugendlichen setzt sich durchgängig aus der Ansicht eines Bildschirms zusammen und zeigt dabei natürlich auch diesen Screenshot aus dem sozialen Netzwerk Facebook.

Umgesetzt wurde das Projekt von einer Gruppe Jugendlicher aus dem Landkreis Traunstein, zusammen mit dem Team des Q3-Quartiers in Übersee. Anstoß für den dreizehnminütigen Film war die Kampagne »Webhelm« des Münchner Instituts für Medienpädagogik, die sich unter anderem mit dem Bereich »Konflikte in sozialen Netzwerken« beschäftigt.

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Filminhalt spielt sich nur am PC-Bildschirm ab

In dem Film ist durchgehend nur der Computerbildschirm zu sehen, auf dem sich die fiktive Handlung abspielt. Der Inhalt: Max Mann und Mia Mann sind ein Paar. Beide unterhalten sich via Facebook-Chat ganz einträchtig, bis Max den Satz »Du bist die Mia, die mal in meine Klasse gegangen ist und du bist eig voll hübsch und ziemlich süß« findet.

Das kann der eifersüchtige Max nicht auf sich beruhen lassen und versucht, das auf mehrere Art und Weisen zu klären. Dies gipfelt sogar zum Einloggen ins Profil seiner Freundin. Im Laufe des Films erfährt der Zuschauer, wie sich der Konflikt über Facebook oder auch telefonisch über die kostenlose Internetplattform Skype entwickelt.

Welche Vor- und Nachteile Facebook hat und was man in diesem Netzwerk beachten sollte, das erklären die drei Autoren Jonas Trautner, Julia Hoffmann und Christoph Ratay wie folgt:

Vom Stuhl fällt keiner, wenn er hört, dass Facebook nicht der glaubwürdigste Freund auf Erden ist. Es muss natürlich schon noch bei der Veröffentlichung von Texten, Bildern und Videos darüber nachgedacht werden, ob das nicht einem selber schaden könnte. Es ist auch kein Geheimnis, dass Arbeitgeber ihre Bewerber auch mal in sozialen Netzwerken suchen und das nicht nur, wenn die Bewerbung unvollständig ist. Ob das ethisch korrekt ist, darf allerdings auch mal dahingestellt werden. Deswegen muss man auf keinen Fall in eine Art Paranoia verfallen, einfach nur ein bisschen achtsamer mit den Möglichkeiten von sozialen Netzwerken umgehen.

Wer mal genauer die Nachrichten von Max an seine Freundin Mia durchliest, dem fällt auf, dass eine Sache schon vielen Schülern das Genick gebrochen hat. Und zwar ist das diese Sache mit der Rechtschreibung. Die meisten Geräte, die für das Tippen von Meldungen in sozialen Netzwerken verwendet werden, verfügen inzwischen über eine Autokorrektur, die einfach, ohne dass man es merkt, das korrekte Wort einführt. Zudem ist den Meisten im Chat die Rechtschreibung leider sowieso egal.

Im Internet sollte man sich in gewisser Weise, wie im »normalen« Leben verhalten, es geht ja auch keiner einkaufen und wundert sich am Ende, dass für die Sachen im Einkaufswagen gezahlt werden muss. Im Internet ist es nicht anders.

Für Max Mann bietet das Internet eine unglaubliche Auswahl an Musik (jamendo.com), die er dank der Creative Commons Lizenz (cc-Lizenz) für seine Filme hernehmen darf. Das Angebot steigt täglich, denn immer mehr Musiker erkennen die Chancen und Möglichkeiten der Weitergabe ihrer Musik unter der Creative Commons Lizenz.

Bilder für Referate nutzen

Das Internet hat aber noch mehr zu bieten, neben legaler Musik-Lizensierung und Nutzung für Jedermann. Es gibt auch ein riesiges Angebot an Bildern mit cc-Lizenz, die zum Beispiel Schülern das anschauliche Gestalten von Referaten ermöglichen. Das ist zudem auch noch kinderleicht, auf Seiten wie flickr.com kann man einfach bei der erweiterten Suche »nur Bilder mit cc-Lizenz« auswählen und schon darf man die Bilder runterladen.

Für die meisten Jugendlichen sind soziale Medien nicht mehr wegzudenken. Etwas mitzuteilen war noch nie einfacher. Mit Erstellen der Nachricht sind sofort alle Freunde über das eigene Leben informiert und es bekommen Freunde manchmal schneller mit, ob die Führerscheinprüfung bestanden ist, als die Eltern.

Zu finden ist der Film »Mann Mia« im Internet unter www.jumpla.de/mann-mia.