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Neuer Exportrekord für Bayerns Landwirtschaft

München (dpa/lby) - Gestiegene Preise für Milch und Käse haben der bayerischen Landwirtschaft einen neuen Exportrekord beschert: Der Wert der Agrarausfuhren ist nach ersten Schätzungen 2017 um fast sieben Prozent auf mehr als 9,4 Milliarden Euro geklettert, wie Agrarminister Helmut Brunner (CSU) am Sonntag sagte. Das war eine knappe halbe Milliarde Euro mehr als im Vorjahr.

Sennerei im Allgäu
Ein Sennerei-Mitarbeiter in der Sennerei Gunzesried. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Archiv Foto: dpanitf3

Hauptursache waren laut Brunner die Preisanstiege bei Milchprodukten und Käse. «Das ist ausgesprochen erfreulich, denn davon profitiert die gesamte Wertschöpfungskette vom Erzeuger bis zum Exporteur», sagte der niederbayerische CSU-Politiker. Am kommenden Freitag startet in Berlin die Grüne Woche, die weltgrößte Agrar- und Ernährungsmesse; dort ist auch die bayerische Landwirtschaft wieder vertreten.

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Größter Exportschlager ist bayerischer Käse mit einem Ausfuhrwert von rund 1,6 Milliarden Euro, an zweiter Stelle liegen Milch und Milch und Milcherzeugnisse. Den höchsten Zuwachs gab es in Japan mit einem Plus von einem Drittel, gefolgt von China mit 31 Prozent. Die wichtigsten Auslandsmärkte liegen aber nach wie vor quasi vor der Haustür: Italien und Österreich.

In Bayern wird zwar keine einheimische Käsesorte hergestellt, die es international an Bekanntheit mit Gouda oder Camembert aufnehmen könnte, doch ist der Freistaat Sitz mehrerer international agierender Großmolkereien. Dazu zählen Müller Milch, der Joghurthersteller Zott und der Käseproduzent Hochland.