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Gute Stimmung beim Rapport des Geschäftsführers und des Beirats

Neue Kommanditisten für das Hochschwarzeck

Die Geschäftsführung und der Beirat der Hochschwarzeck Bergbahn GmbH & Co. Beteiligungs KG freuten sich mit Bürgermeister Herbert Gschoßmann (l.) und Ex-Notar Dr. Hermann Amann (r.) über die Zeichnung mehrerer neuer Kommanditisten. (Foto: Wechslinger)

Ramsau – Bei der ersten offenen Gesellschafterversammlung der Hochschwarzeck Bergbahn GmbH & Co. Beteiligungs KG wurde deutlich, dass die Ramsauer und viele Freunde voll hinter den Bemühungen der Seilbahnbetreiber stehen. Der große Saal im Gasthof »Oberwirt« war bis auf den letzten Platz gefüllt. Nachdem man vonseiten der Gesellschafter neue Kommanditisten akquiriert hatte, konnten diese gleich nach der Versammlung beim ehemaligen Notar Dr. Hermann Amann zeichnen.


Beirat Josef Beer stellte die aktuellen Zahlen der Hochschwarzeck-Bergbahn vor. Nach Verdeutlichung der Aktiva und Passiva kam ein Jahresfehlbetrag von 341,21 Euro für 2015 heraus.

In einem mit Bildern unterlegten Vortrag führte Geschäftsführer Christian Riel die Versammlung in die vielfältigen Aktionen rund um den Ski- und Rodelberg am Hochschwarzeck ein. So blicke man im Segment Ski auf 29 Betriebstage zurück, die noch dazu die Weihnachts - und Faschingszeit getroffen hatten, was natürlich für das Betriebsergebnis ein Volltreffer war. Durch die exponierte Sonnenlage ist jedoch am Hochscharzeck Wintersport nicht den ganzen Winter über möglich. Doch alle Mitarbeiter und viele weitere Gemeindebürger bringen sich voll in den Erhalt der Hochschwarzeck-Bahn ein. Bei den Ausführungen des Geschäftsführers wurde deutlich, wie sehr die Ramsauer, aber auch weitere Berchtesgadener, hinter dem Betrieb am Hochschwarzeck stehen.

Entlastung erteilt

Die Sesselbahn fahre auch im Sommer im Plus und rutsche in schlechteren Zeiten nicht ins Minus, wusste Riel. Die Personalkosten berechnete Riel mit rund 50 Prozent des Umsatzes. Dem Personal, das auch aus mehreren Aushilfen besteht, stellte der Geschäftsführer ein großes Lob für dessen Flexibilität aus. »Die Sesselbahn und die Lifte am Hochschwarzeck fahren weiter«, schloss Geschäftsführer Christian Riel den ersten Teil seines Rapports, dem nach großem Lob von Zahlenprüfer Berni Gschoßmann die Entlastung der Geschäftsführung und des Beirates erfolgte.

Mit der provokanten Frage, ob der Skilauf vom Aussterben bedroht sei, setzte Riel seinen Vortrag über die Situation »Wintersport ohne Maschinenschnee« fort. Dabei stellte der Vortragende fest, dass Skigebiete zwischen 1 000 und 1 400 Metern Seehöhe durchaus mit schlechten Wintern kämpfen müssten. Gleichwohl lohne sich dieser Kampf, denn auch schlechtere Winter rechtfertigten den Erhalt von Skigebieten in diesen Höhenlagen. Den Ramsauern sei Natur etwas wert und ein großes Naturerlebnis möchte man den Gästen auch in Zukunft bieten.

Autark bleiben

Riel machte deutlich, dass es schneearme Winter immer schon gegeben habe, wenngleich sie sich in letzter Zeit häuften. Doch das Hochschwarzeck biete neben den Wintersportarten auch für alle anderen einen herrlichen Ausblick in alle Richtungen einer herrlichen Landschaft, den auch Menschen genießen könnten, die nicht mehr Sport treiben oder wegen einer Behinderung eingeschränkt sind. Riel machte auch deutlich, wie wichtig es sei, autark zu bleiben und sich keinem Großen anzuschließen. Dann gehe es nämlich nur mehr um nackte Zahlen und es drohe ein vorzeitiges Aus am Winter- und Sommersportberg.

Im Weiteren sprach Riel die Situation um den Hirschkaser von Franz Kurz an, für den man ein Vorkaufsrecht habe. Im Hinblick auf die nächsten Jahre machte Riel deutlich, dass an der Sesselbahn und auch an den beiden Liften einiges zu renovieren sei, für das man Geld in die Hand nehmen müsse.

Bürgermeister Herbert Gschoßmann sprach von positiven Bilanzen und zwölf erfolgreichen Jahren mit einem Gesamtumsatz von 3,5 Millionen Euro. Zum 31. Dezember 2015 habe man keine Schulden gehabt. Die Region um das Hochschwarzeck sei ein stetes Ziel für Gäste, Erholungssuchende und Einheimische, so das Ramsauer Gemeindeoberhaupt. Abschließend dankte Gschoßmann allen, die sich seit Jahren um das Hochschwarzeck verdient gemacht haben.

Einlage ab 300 Euro

Der ehemalige Notar Dr. Hermann Amann, der sich in der Vergangenheit schon sehr um die Hochschwarzeck-Bergbahn gekümmert hat, erklärte die Regularien für die alten und neuen Kommanditisten und freute sich, dass gleich mehrere neue Kommanditisten unterzeichnet haben. Bereits ab einer Einlage von 300 Euro kann man bei der Hochschwarzeck Bergbahn GmbH & Co. Beteiligungs KG Kommanditist werden.

Beim letzten Tageordnungspunkt wurde angeregt, am Großraumparkplatz einen Parkbetrag zu kassieren und die Skibergsteiger ähnlich wie am Aschauerweiher um einen Obolus zu bitten. Dem hielt Bürgermeister Herbert Gschoßmann entgegen, dass der Parkplatz mehreren Grundstückseigentümern gehöre und dies nicht so einfach wäre. Dennoch gehe man das Problem an und beabsichtige eine Rückerstattung über die Sesselbahn und den Hirscheck-Wirt zu organisieren. Riel kündigte an, das Aschauerweiher-Modell (Spendenbox) in Erwägung zu ziehen. Christian Wechslinger