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Neue Ideen und neue Begeisterung

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Die Villa Vicina an der Schwarzstraße in Salzburg. (Foto: Mozarteum)

»Es geht weiter mit Energie, Tatendrang und einem reduzierten, aber spannenden Programm als ein Zeichen der Hoffnung und Zuversicht.« Das gab Konzertchef Andreas Fladvad-Geier bei der Präsentation der Konzertsaison 20/21 der Stiftung Mozarteum Salzburg zu verstehen.


Mit einigen Neuerungen soll nach den Monaten der Stille ab Oktober wieder lebendige Klangvielfalt herrschen. Der Fokus liege auf Künstlerinnen und Künstlern, die neue Ideen einbringen, neue Begeisterung an der Kommunikation mit dem Publikum entfachen und die ein natürlicher Zugang auch zu zeitgenössischer Musik auszeichnet. Stiftungspräsident Johannes Honsig - Erlenburg überraschte mit der Bekanntgabe, dass in der »Villa Vicina«, Schwarzstraße 30, eine neue Spielstätte für Salzburg erschlossen werde. Aufgrund des geplanten Umbaus des Pausenfoyers, dessen Fertigstellung für das Frühjahr 2022 geplant ist, müssen die Konzerte ab Frühjahr 2021 ins Marionettentheater und den dann neu eröffneten Konzertsaal in der Villa Vicina ausweichen.

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Programmschwerpunkte ab Oktober sind vier Liederabende mit hochkarätigen Interpreten und das neue Format »MozartLAB« zur Nachwuchsförderung, das junger musikalischer Exzellenz unter 30 Jahren eine Bühne bietet. Außerdem lockt die »after work«-Konzertreihe mit breiter Vielfalt, ebenso das Kinder- und Jugendprogramm »Klangkarton«.

Durch den »Lockdown« fielen alle Erlöse aus, was allein bei den Museen eine Einbuße von zwei Mio. Euro bedeutet. Von den Konzertausfällen werden drei Termine vom März, Mai und Juni nachgeholt: am 6. und 11. Oktober der Klavierabend »Klavier hoch 2« von Lucas und Arthur Jussen, »Why not« für Tuba und Harfe mit Andreas Martin Hofmeir und Andreas Mildner sowie der Kammermusikabend »Benjamin Schmid und Freunde«, der Ludwig van Beethoven und Krzysz-tof Penderecki gewidmet ist.

Eigentlicher Saisonbeginn ist der 9. Oktober mit »Mozarts Costa-Violine«. Christoph Koncz leitet »Les Musiciens du Louvre« und ist auch der Solist des Abends. Für den ersten Liederabend am 6. November konnte Opernstar Elína Garanca mit dem Pianisten Malcolm Martineau gewonnen werden. Sie wird Richard Strauss, Sergei Rachmaninoff sowie spanische Lieder und Zarzuelas singen. Weitere Liedinterpreten sind der junge, aus Tamsweg stammende Bariton Rafael Fingerlos mit seinem Begleiter Sascha El Mouissi.

Douglas Williams widmet sich im Rahmen der Dialoge 2020 einem amerikanischen Programm und erneut österreichische Farben bringen Wolfgang Ablinger- Sperrhacke, Julius Zeman mit Ernst Kreneks »Reisebuch aus den österreichischen Alpen«. Dazu rezitiert Joseph Lorenz autobiographische Texte des Komponisten. Im Rahmen der Dialoge leitet Mirga Gražinyte-Tyla am 22. November das City of Birmingham Symphony Orchestra zu dessen 100-jährigem Jubiläum. Kiril Gerstein ist dabei der Pianist. Die after work Konzerte in der Villa Vicina gestalten Amarcord Wien, die Tontauben, das Quartetto Chagall, Konstantin Reinfeld und Benyamin Nuss mit Mundharmonika und Klavier, außerdem das Lofoten Cello Duo sowie die Kolophonistinnen.

Nach aktuellem Stand können 250 Personen im Auditorium platziert werden, für Oktober rechnet man mit etwa 400 Personen mit Sicherheitskonzept, eventuell auch Konzerte ohne Pausen. Karten gibt es im Vorverkauf online unter www.mozarteum.at, per E-Mail unter tickets@mozarteum.at oder unter Telefon 0043/662/873154.

Elisabeth Aumiller