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Neue Außenstelle von Ankerzentrum eröffnet in München

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Hände halten einen Zaun
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Im Transitzentrum Manching für Asylsuchende halten Sicherheitskräfte einen Zaun fest. Foto: Stefan Puchner/Archivbild Foto: dpa

München (dpa/lby) - Mitte Mai eröffnet in München eine neue Außenstelle des Ankerzentrums Manching für bis zu 350 Flüchtlinge. Die Unterkunft »Am Moosfeld« werde für voraussichtlich fünf Jahre eingerichtet, teilte die Regierung von Oberbayern am Dienstag mit. Sie ersetze die Ende 2018 geschlossene Unterkunft auf dem Gelände der ehemaligen McGraw-Kaserne.


»Zwar sind die Zugangszahlen in den letzten drei Jahren deutlich zurückgegangen. Gleichzeitig kommen täglich immer noch durchschnittlich circa 30 Asylbewerber im Ankunftszentrum Oberbayern an, von denen etwa 20 für die Dauer des Asylverfahrens in Oberbayern aufzunehmen sind«, erläuterte Regierungspräsidentin Maria Els.

Das Wort Anker steht für An(kunft), k(ommunale Verteilung), E(ntscheidung) und R(ückführung). Die Unterbringung ist umstritten. Sie soll nach dem »Masterplan Migration« von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) die Asylverfahren und damit auch eine Abschiebung oder Rückführung derjenigen beschleunigen, die kein Bleiberecht haben. Gegner kritisieren, dass viele Menschen dennoch sehr lange dort untätig und ohne Perspektive ausharren, da sie nicht arbeiten dürfen. In der Regel sind auch für Erwachsene keine geregelten Deutschkurse vorgesehen.

BMI zu Masterplan Migration