Nationalpark zum Anfassen und Mitmachen – Familienfest zum 40-jährigen Bestehen

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Familienfest Nationalpark im "Haus der Berge" zum 40. Jubiläum
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Stellvertretender Nationalparkleiter Ulrich Brendel (v.l.), Festorganisator Oliver Pohl, Sophie Renoth und Nationalparkchef Dr. Roland Baier beim Anschnitt der riesigen Geburtstagstorte. (Fotos: Mergenthal)
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Annika (11) aus Berchtesgaden malt mit viel Begeisterung eine Blume auf ein großes Gemeinschaftswerk.
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Der junge Ramsauer Bergwachtler Florian Wurm transportierte einen „Verletzten“ mit Hilfe einer selbst gebauten Seilbahn nach unten.
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Der Stelzengänger „Imanuel Immergrün“ verteilte Töpfe und Blumen zum Einpflanzen an die Kinder.
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Fischerssohn Kilian Amort zeigte, wie ein Hechtnetz „eingestellt“ wird.
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Anne Fuchs (10) aus Surheim (l.) findet bei dieser Station mit Hilfe einer Waage heraus, wie viel Wasser zur Erzeugung eines Schnitzels oder eines T-Shirts nötig ist.

Berchtesgaden – „Nationalpark zum Anfassen und Mitmachen“ – unter dieses Motto könnte man das bunte „Fest für alle“ im Haus der Berge zum 40-jährigen Bestehen des Nationalparks Berchtesgaden stellen. Das Konzept ging auf: Allein in der Ausstellung „Vertikale Wildnis“, zu der beim Fest der Eintritt frei war, wurden an diesem Tag 1300 Besucher gezählt; im ganzen Gelände waren es laut Veranstalter geschätzte 3000 bis 4000 Gäste.


Die vielen Spiel- und Klettermöglichkeiten im Freien wurden rege genutzt. Den  Kopf einziehen musste man im Lahnerkaser: Drinnen konnte man erkunden, wie die Enzianbrenner am Funtensee hausen, sich über die Almbauern früher und heute informieren und erfahren, wie die Königsee-Fischer ihre Netze einstellen. „Das ist ein Hechtnetz“, erklärte Fischerssohn Kilian Amort. An einem fertig gekauften Nylonnetz befestigte er eine schwere Leine, die später auf dem Seegrund liegt, und den so genannten „Schwimmer“, eine zweite Leine, die auf dem Wasser schwimmt. So steht das Netz wie eine Wand im Wasser und die Fische bleiben darin hängen. „Das ist meine Winterarbeit.“ Der kleine Philipp (4) schaute ihm auf dem Arm seiner Mama Susi Wagner fasziniert zu, denn er war mit seinen Eltern auch schon einmal in der Räucherkammer auf St. Bartholomä.

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Anne Fuchs (10) aus Surheim stellt unterdessen mit Hilfe einer Waage erstaunt fest, dass 4000 Liter Wasser nötig sind, damit ein Schnitzel auf den Tisch kommt. Die Menge des Wassers verdeutlichten Teelichte, wobei ein Teelicht 100 Liter, einer Badewanne voll, entsprach. Am aus Holz nachgebildeten Schnitzel befestigten die Nationalpark-Mitarbeiter ein entsprechendes Gewicht. Die Verteilung des Wassers auf der Erde, das zu 97,5 Prozent Salzwasser ist, der Pro-Tag-Verbrauch eines Deutschen von 121 Litern und vieles andere Lehrreiche war an der „Wasserwand“ zu erfahren. „Das ist schön gemacht“, zeigte sich Annes Mutter Sarah beeindruckt vom Fest. Eine Fotoaustellung und nasse Mitmachexperimente rundeten das Wasserthema ab.

Annes Bruder und Vater hingegen schauten lieber bei der Vorführung der Bergwacht Ramsau zu. Florian Wurm transportierte mit Hilfe einer selbst gebauten „Seilbahn“ einen Verletzten in einer Trage vom Balkon auf den Boden.

Die 400 Bosnas wurden der Alpenküche regelrecht aus den Händen gerissen und die riesige Geburtstagstorte für alle kam ebenfalls bestens an. Zu einem „Biosphärenfrühstück“ mit regionalen Produkten regte die Biosphärenregion an. Infos zu nachhaltiger Ernährung gab es in der „Wiesenküche“. Im naturnahen Garten wurden nutzbare Pflanzen erklärt.

Ranger und Naturfilmer erzählten von ihrer Arbeit. Man konnte die Berchtesgadener Insektenfauna, alpine Steinschafe und Greifvögel kennen lernen und Blindenhunde im Einsatz erleben. Gefragt waren auch kreative Unterhaltungs-Angebote, vom Malen über Schminken bis hin zu Puppenspiel und Portraitzeichnen. Viele Kinder ließen sich mit Stelzengänger „Imanuel Immergrün“, der Blumentöpfe verteilte und zum Pflanzen einlud, ablichten. vm

 

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