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Nationalpark zum Anfassen und Mitmachen

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Annika (11) aus Berchtesgaden malte mit viel Begeisterung eine Blume auf ein großes Gemeinschaftswerk.
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Der junge Ramsauer Bergwachtler Florian Wurm transportierte einen »Verletzten« mit Hilfe einer selbst gebauten Seilbahn nach unten. (Fotos: Mergenthal)
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Der Stelzengänger »Imanuel Immergrün« verteilte Töpfe und Blumen zum Einpflanzen an die Kinder.

Berchtesgaden – »Nationalpark zum Anfassen und Mitmachen« – unter dieses Motto könnte man das bunte »Fest für alle« im »Haus der Berge« zum 40-jährigen Bestehen des Nationalparks Berchtesgaden stellen. Das Konzept ging auf: Allein in der Ausstellung »Vertikale Wildnis«, zu der beim Fest der Eintritt frei war, wurden an diesem Tag 1 300 Besucher gezählt; im ganzen Gelände waren es laut Veranstalter geschätzte 3 000 bis 4 000 Menschen.


Die vielen Spiel- und Klettermöglichkeiten im Freien wurden rege genutzt. Den Kopf einziehen musste man im Lahnerkaser: Drinnen konnte man erkunden, wie die Enzianbrenner am Funtensee hausen, sich über die Almbauern früher und heute informieren und erfahren, wie die Königsee-Fischer ihre Netze einstellen. »Das ist ein Hechtnetz«, erklärte Fischerssohn Kilian Amort«. An einem fertig gekauften Nylonnetz befestigte er eine schwere Leine, die später auf dem Seegrund liegt, und den sogenannten »Schwimmer«, eine Leine, die auf dem Wasser schwimmt. So steht das Netz wie eine Wand im Wasser, und die Fische bleiben hängen. »Das ist meine Winterarbeit.« Der kleine Philipp (4) schaute ihm auf dem Arm seiner Mama Susi Wagner fasziniert zu, denn er war mit seinen Eltern auch schon einmal in der Räucherkammer auf St. Bartholomä.

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Anne Fuchs (10) aus Surheim stellte unterdessen mit Hilfe einer Waage erstaunt fest, dass 4 000 Liter Wasser nötig sind, damit ein Schnitzel auf den Tisch kommt. Die Menge des Wassers verdeutlichten Teelichte, wobei ein Teelicht 100 Litern, einer Badewanne voll, entsprach. An dem aus Holz nachgebildeten Schnitzel befestigten die Nationalpark-Mitarbeiter ein entsprechendes Gewicht. Über die Verteilung des Wassers auf der Erde, das zu 97,5 Prozent Salzwasser ist, oder den Pro-Tag-Verbrauch eines Deutschen von 121 Litern erfuhr man etwas an der »Wasserwand«. »Das ist schön gemacht«, zeigte sich Annes Mutter Sarah Fuchs beeindruckt vom Fest. Eine Fotoausstellung und nasse Mitmachexperimente rundeten das Wasserthema ab.

Annes Bruder und Vater hingegen schauten lieber bei der Vorführung der Bergwacht Ramsau zu. Florian Wurm transportierte mit Hilfe einer selbst gebauten »Seilbahn« einen Verletzten in einer Trage vom Balkon auf den Boden.

Die 400 Bosnas wurden der »Alpenküche« aus den Händen gerissen und die riesige Geburtstagstorte für alle kam bestens an. Zu einem »Biosphärenfrühstück« mit regionalen Produkten regte die Biosphärenregion an. Infos zu nachhaltiger Ernährung gab es in der »Wiesenküche«. Im naturnahen Garten wurden nutzbare Pflanzen erklärt.

Ranger und Naturfilmer erzählten von ihrer Arbeit. Man konnte die Berchtesgadener Insektenfauna, alpine Steinschafe und Greifvögel kennen lernen und Blindenhunde im Einsatz erleben. Gefragt waren auch kreative Unterhaltungs-Angebote, vom Malen über Schminken bis hin zu Puppenspiel und Portraitzeichnen. Viele Kinder ließen sich mit Stelzengänger »Imanuel Immergrün« ablichten. Veronika Mergenthal

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