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Nach zögerlichem Beginn noch eine klare Sache

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Alles Hoffen von Robert Reichlmeier half in dieser Szene nichts. Der Ball landete nicht im Tor. (Foto: Waßmuth)

Berchtesgaden – Ein Spiel mit zwei unterschiedlichen Halbzeiten zeigte der TSV Berchtesgaden beim am Ende überzeugenden 6:2-Erfolg über die DJK Otting. Hatten die Berchtesgadener im ersten Spielabschnitt noch so ihre Probleme mit den kampfstarken Gästen, so gestalteten sie die Begegnung nach dem Führungstreffer des eingewechselten Andreas Hartmann total überlegen und legten noch drei Treffer nach. »Da haben wir das gezeigt, was wir können«, so Trainer Richard Hartmann. Mit dem neuerlichen und damit sechsten Erfolg in der Frühjahrsrunde gehört der TSV Berchtesgaden nach wie vor zum engsten Favoritenkreis auf Platz zwei in der Tabelle.


Berchtesgaden startete selbstbewusst und mit zunächst guten Aktionen in die Begegnung. Völlig überraschend gingen jedoch die Gäste in der zehnten Minute durch Maximilian Fenninger in Führung. Ein Berchtesgadener Spieler verlor in der Vorwärtsbewegung den Ball. Otting nützte die Möglichkeit, als Fenninger an den Ball kam und dem Berchtesgadener Toptorhüter Stefan Schach keine Chance ließ.

Die Gastgeber gerieten daraufhin gehörig unter Druck. Berchtesgaden konnte sich jedoch wieder befreien und Torjäger Robert Reichlmeier glückte mit einem sehenswerten Treffer in der 22. Minute der hoch verdiente Ausgleich. Nur zwei Minuten später beging Verteidiger Markus Baumgartner einen kapitalen Abwehrschnitzer, für den sich Reichlmeier mit dem 2:1 bedankte.

Binnen zwei Minuten war das Spiel wiederum gedreht und Berchtesgaden war nahe am nächsten Treffer. Nur Momente später war der Ball zum dritten Mal im Ottinger Tor, doch der Schiedsrichter wollte eine Abseitsstellung gesehen haben. Nicht einmal der Ottinger Torhüter hat dies jedoch so erkannt. Nachdem die Gastgeber beste Chancen vergeben hatten, war es wiederum Fenninger, der in der 38. Minute per Fallrückzieher den Ausgleich besorgte. Die Ottinger witterten nun ihre Chance und setzten den Gastgebern auch weiterhin stark zu. Dennoch passierte bis zum Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Anton Feil vom TSV Bad Reichenhall nichts mehr Nennenswertes.

Otting schien sich für den zweiten Abschnitt noch einmal viel vorgenommen zu haben und kämpfte ebenso verbissen wie schon im ersten Spielabschnitt. So vehement, dass Mario Perez Lavado in der 62. Minute nach einem Foulspiel mit Verdacht auf Nasenbeinbruch und weitere Verletzungen ins Krankenhaus nach Salzburg gefahren wurde.

Er sei mit seinem Kopf zu tief gegangen, meinte der Unparteiische dazu lapidar. Berchtesgadens Trainer Richard Hartmann, der Lavado versorgte, wies den Schiedsrichter auf die Verletzung seines Spielers hin und monierte, dass Feil die Aktion nicht einmal geahndet habe. Nach dem Spiel verweigerte Feil dem Berchtesgadener Trainer daraufhin den Sportgruß: »So etwas ist mir noch nicht passiert«, erklärte der TSV-Trainer, der sich nicht nur wegen dieser Aktion über den Reichenhaller geärgert hat.

Es wurde jedoch auch noch Fußball gespielt. Als passende Antwort zirkelte der in der Halbzeit eingewechselte Führungsspieler Andreas Hartmann in der 63. Minute die Kugel zum 3:2 in die Kreuzecke. Danach spielte der TSV Berchtesgaden mit dem Gast förmlich Katz und Maus. Die Folge waren in der Schlussphase der nun einseitigen Begegnung drei weitere Treffer durch Martin Förg (85.), Christian Lindner (86.) und Stefan Sontheimer (88.) zum Endstand von 6:2.

Der TSV Berchtesgaden rückte durch den Erfolg in der Tabelle an die zweite Stelle und hat nun alle Chancen, diese Position auch zu halten.

TSV Berchtesgaden: Schach; Brazina, Pilz, Hoffmann, Heindl, Popp, Reichlmeier, Lavado, Sontheimer, Lindner, Förg, Hartmann, Petkov. Christian Wechslinger