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Nach vier Jahren: van der Vaart vor HSV-Comeback

Frankfurt/Main (dpa) - Der «kleine Engel» ist zurück. Vier Jahre und vier Monate nach seinem bislang letzten Bundesliga-Spiel (7:0 gegen Karlsruhe) feiert Rafael van der Vaart am Sonntag (15.30 Uhr) in der Partie bei Eintracht Frankfurt sein Comeback für den Hamburger SV.

Rückkehrer
Rafael van der Vaart feiert beim HSV sein Bundesliga-Comeback. Foto: Malte Christians Foto: dpa

«Ich bin natürlich aufgeregt. Es ist so etwas wie ein Neuanfang und wir brauchen jetzt schnell die Punkte», sagte der alte und neue Star aus den Niederlanden. In Hamburg dreht sich seit zwei Wochen alles um van der Vaart. Das hat etwas Gutes für den HSV, da er die miserable Stimmung rund um den Traditionsverein komplett gedreht hat und der 29-Jährige «die anderen mitreißen, ihnen Druck nehmen kann», wie Trainer Thorsten Fink meint. Die bloße Rückkehr des 13-Millionen-Mannes ändert aber noch nichts daran, dass der HSV nach zwei Niederlagen in zwei Spielen massiv unter Druck steht. «Wir haben einen guten Kader. Wenn dann das Vertrauen zurückkommt, kann alles passieren», sagte van der Vaart.

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Der «Bild am Sonntag» sagte er: «Ich hoffe, dass wir jetzt ein gutes Jahr spielen, uns dann für Europa qualifizieren und danach in die Champions League zurückkehren oder Titel holen. Wenn sich die Talente gut entwickeln, ein paar gute Spieler wie zuletzt Adler dazukommen, ist viel drin.»

Der Hype um den Rückkehrer aus Tottenham überlagert völlig, dass dieses Spiel auch für zwei Frankfurter etwas Besonderes ist. Trainer Armin Veh wurde 2011 in Hamburg schon nach 26 Spieltagen entlassen. Der 51-Jährige hat keine guten Erinnerungen an seine Zeit dort. «Wenn du Dinge nie geheim halten kannst, wenn immer Politik gemacht wird, dann ist das nicht einfach», sagte er über seinen früheren Verein.

Van der Vaarts Pendant in Frankfurt heißt Alexander Meier, der offensive Mittelfeldspieler der Eintracht wurde in der Nähe von Hamburg geboren und hat früher für den HSV gespielt. Vor allem aber trifft der 29-Jährige mit Vorliebe gegen seinen Ex-Club: Fünfmal war er in seinen zwölf Spielen gegen die Hamburger schon erfolgreich.