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Mutter (28) soll drei Monate alten Säugling getötet haben

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Foto: Symbolbild, dpa/Patrick Seeger

Otterfing – In der Donnerstagnacht vergangener Woche verstarb ein dreimonatiges Säuglingsmädchen in Otterfing im Landkreis Miesbach. Die rechtsmedizinischen Untersuchungen ergaben, dass dem Kind schwere Verletzungen zugefügt worden waren, die zum Tod geführt hatten. Die 28 Jahre alte Kindsmutter sitzt bereits in Untersuchungshaft.

Gegen 4.30 Uhr waren am Morgen des 27. September der Notarzt und die Polizei und zu einem Wohnhaus nach Otterfing verständigt worden, in dem Asylbewerber untergebracht sind. Trotz sofortiger Behandlung und Reanimationsmaßnahmen konnte der Notarzt rund eine Stunde später nur noch den Tod eines drei Monate alten Säuglingsmädchens feststellen. Konkrete Hinweise auf eine Straftat gab es zu diesem Zeitpunkt keine.

Auf Anordnung der sachleitenden Staatsanwaltschaft München II wurde der Leichnam noch am selben Tag im Rechtsmedizinischen Institut in München im Beisein von Ermittlern der Kripo Miesbach obduziert. Die Untersuchungen ergaben Hinweise darauf, dass dem Opfer durch äußere Gewalteinwirkung schwere Verletzungen beigebracht worden sein müssen, die schließlich zum Tod führten.

Als dringend tatverdächtig gilt für die Strafverfolgungsbehörden derzeit die Mutter des Kindes, eine 28 Jahre alte nigerianische Staatsangehörige. Sie wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft deshalb am Folgetag unter dem Tatvorwurf des Totschlags dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Der Richter erließ einen Haftbefehl gegen die Tatverdächtige, sie kam daraufhin in eine Justizvollzugsanstalt.

Im Blick der Ermittler der Kripo Miesbach steht auch ein 28-jähriger Bekannter der Tatverdächtigen. Eine mögliche Tatbeteiligung des ebenfalls nigerianischen Staatsangehörigen wird im Rahmen der umfangreichen und aufwändigen Ermittlungen derzeit geprüft.