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Musiksommer-Auftakt mit Muttertagskonzert

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Der alte und neue Revisor, Fritz Seibold (links) und Robert Höpfner, blättern im Programmheft des »Musiksommers zwischen Inn und Salzach«. Die Konzertsaison 2018 unter der Schirmherrschaft von Landrat Siegfried Walch läuft vom 13. Mai bis 6. Oktober. (Foto: Rasch)

Mit einem Muttertags-Konzert der Münchner Symphoniker startet der »Musiksommer zwischen Inn und Salzach« in die diesjährige Spielsaison. Das außergewöhnliche Münchner Orchester unter der Leitung von Elisabeth Fuchs und der preisgekrönten Cellistin Maria Well als Solistin, gastiert am Sonntag, 13. Mai, um 19 Uhr im k1 in Traunreut. Aber auch das weitere Programm, das in der Mitgliederversammlung im Landratsamt Traunstein vorgestellt wurde, verspricht bis Oktober wieder mitreißende musikalische Klangerleb- nisse an architektonisch wertvollen Spielorten.


»Es ist ein großes Geschenk, dass die Konzerte mit bekannten und neuen Künstlern in herrlichen Aufführungsstätten stattfinden können«, sagte der künstlerische Leiter des »Musiksommers«, Augustin Spiel. Mit seinen Mitstreitern Bernadette Osterhammer aus Bernau und Thomas Hartmann aus Chieming ist es wieder gelungen, 25 Konzerte anzubieten. Von festlichen Chor- und Orchesterkonzerten über Kammermusik, Serenaden bis hin zu klassischer Volksmusik.

Für opulente Klangentfaltung in den prächtigen Kirchen unserer Region stünden wieder die Chor- und Orchesterkonzerte als Wurzelstöcke der Konzertreihe mit jeweils einem geistigen Akzent, sagte Spiel. Mit großer Sinfonik werden neben den Münchner Symphonikern auch das Pro Musica Orchester Salzburg und die Bad Reichenhaller Philharmoniker aufwarten. Als Regionalorchester verfügten die Reichenhaller Philharmoniker, die heuer ihr 150-jähriges Bestehen feiern, über eine hohe Qualität und über ein hohes Maß an künstlerischer Kompetenz, lobte Spiel. A-cappella-Chormusik mit höchstem Anspruch sei auch beim Orpheus Chor München zu erwarten.

Ein besonderes Gewicht in der Veranstaltungsreihe unter der Schirmherrschaft von Landrat Siegfried Walch, nimmt wieder die Kammermusik ein. Mit nationalen und internationalen Quartetts und renommierten Cellisten sei man auch hier gut aufgestellt, erklärte Thomas Hartmann. Unter anderem mit dabei sind das Goldmund Quartett, das Minguet Quartett, die Stipendiaten des Sinfonieorchesters des Bayerischen Rundfunks und ein Ensemble mit Preisträgern des ARD-Wettbewerbs. Das Trio Lézard begleitet den »Musiksommer« auf einer musikalischen Seefahrt auf dem Chiemsee und das Salzburger Volksmusikensemble um Sepp Radauer gastiert im Kreuzgang der Stiftskirche zu Berchtesgaden.

Der »Musiksommer« mit seinem altbewährten Leitmotiv von Musik, Landschaft und Architektur will sich aber auf dem in den vergangenen vier Jahrzehnten Erreichten nicht ausruhen und sich der Herausforderung mit einem erweiterten musikalischen Impuls stellen. »2019 wollen wir auch den klassischen Jazz mit ins Programm nehmen«, sagte Thomas Hartmann. Geplant sei ein Jazzkonzert mit dem Orchester Christian Elsässer, einem hochkarätigen Echo-Preis-Orchester. Des Weiteren wolle man auch jungen Klassik-Jazzmusikern eine Plattform bieten und Kinderkonzerte auf den Weg schicken.

Als Vorsitzender des »Musiksommers« zollte Altlandrat Hermann Steinmaßl zunächst dem gesamten Veranstaltungsteam und den Sponsoren, ohne deren Unterstützung die Veranstaltungsreihe in der gehobenen und gebotenen Qualität nicht möglich wäre, großen Respekt. »Danke auch an die örtlichen Organisatoren. Ein gutes Gelingen der Konzerte hängt davon ab, dass sie auch gut vorbereitet werden«, so Steinmaßl. Zurückblickend auf die Spielsaison 2017 bilanzierte er eine stabile Besucherzahl. Einstimmig zur Kenntnis genommen wurde die Jahresrechnung 2017, die Schatzmeister Roger Pawellek vorlegte. Das Ergebnis sei ausgeglichen und schaffe Spielraum für die laufende Saison, so Pawellek. Dies bestätigte auch Kassenprüfer Fritz Seibold, der sein Amt nach fünf Jahren zur Verfügung stellte und mit Applaus und einem kleinen Geschenk verabschiedet wurde. Zu seinem Nachfolger wurde der Kulturbeauftragte der Gemeinde Grassau, Robert Höpfner, ernannt.

Nach Angaben des Geschäftsführers, Christian Hußmann, sei die Konzertsaison 2017 in jeder Hinsicht eine positive Zeit des Übergangs gewesen. Wolfram Graul sei im Herbst letzten Jahres aus persönlichen Gründen aus der künstlerischen Leitung ausgeschieden. Der Grammy-Gewinner und langjährige Cheftonmeister sowie Abteilungsleiter für Musikproduktionen beim Bayerischen Rundfunk habe aus familiären Gründen seinen Wohnsitz von Bad Endorf nach Norddeutschland verlegt.

Der online-Kartenverkauf hat bereits für einige Konzerte begonnen, der reguläre Vorverkauf beginnt wie in den Vorjahren Anfang April in den bekannten Vorverkaufsstellen. ga