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Musikalischer Bogen von der Renaissance bis zur Moderne

Auch heuer hat die Musiklehrer-Vereinigung (MLV) wieder ihr Klassik-Konzert auf Schloss Stein veranstaltet, das mittlerweile fester Bestandteil des MLV-Konzertkalenders ist. Einige Protagonisten des niveauvollen Repertoires waren dem Publikum schon von früheren Klassik-Konzerten bekannt, einige spielten zum ersten Mal in diesem feierlichen Rahmen.

Das Hackbrett-Ensemble präsentierte zwei Tänze von Michael Praetorius. (Foto: Hans Eder)

Das Programm war vielfältig. Es spielten Schülerinnen und Schüler von Gabriele Bauer-Will (Blockflöte), Heinz Lichtmannegger (Gitarre), Aida Pieper (Querflöte), Sven-Jörge Schnoor (Klavier), Irmengard Schützinger-Röll (Hackbrett), Madlen Seger (Klavier) und Bertram Weihs (Violine). Vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart, von europäischer Renaissance bis zu asiatischer Klangkultur spannte sich der Bogen für das aufmerksame Publikum.

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Leopold Hintz eröffnete das Konzert am Klavier mit einer »Ballata« von Cornelius Gurlitt. Darauf folgten zwei Sätze aus einem englischen Blockflötenkonzert, das Magdalena Mayer tänzerisch auf ihrer Tenorblockflöte interpretierte. Gefühlvoll spielte Lena Otto den Klassiker »Für Elise« von Ludwig van Beethoven. Das Hackbrett-Ensemble mit Celine Okacek, Deborah Linnhoff, Julia Untermaier und Isabell Hackl präsentierte sehr harmonisch zwei Tänze von Michael Praetorius. Weitgehend auswendig spielte Luise Hintz die Consolation aus Felix Mendelssohn-Bartholdys »Liedern ohne Worte«. Vincenz Gastager interpretierte sehr überzeugend »Papirosn« von Herman Yablokoff. Souverän ließ danach Deborah Linnhoff zwei Concerti von Maria Constantina Voglerin auf dem Hackbrett erklingen. Das anspruchsvolle Allegro aus Wolfgang Amadeus Mozarts »Sonatine in C« präsentierte Johannes Kuglstatter, begleitet von Tina Haas, sehr sicher auf seiner Gitarre.

Aus Dimitri Kabalewskis op. 27 spielte Viktoria Enzinger mit Griffsicherheit drei Stücke. Lena Mayer auf der Querflöte interpretierte facettenreich den ersten Satz aus Johann Nepomuk Hummels Sonate opus 50. Der überaus anspruchsvolle dritte Satz aus Ludwig van Beethovens »Mondscheinsonate« wurde von Leopold Hintz mit viel Emphase vorgetragen. Es folgte Aleksey Igudesmans Violinstück »Under The Rising Sun«, wunderbar interpretiert von Helin Weingartner. Nach Frédéric Chopins Nocturne c-Moll mit klarer Melodieführung durch Marie Otto schloss das aufeinander bestens eingespielte Gitarrenensemble »Accordial« mit spanischen Tänzen von Enrique Granados den Abend temperamentvoll ab. Hans Eder