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Glanzvolles Adventskonzert in Traunwalchen mit bewährten Protagonisten

Musikalische Weihnachtsgeschichte

»Jauchzet frohlocket« – der berühmte Eingangschor aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach zum Abschluss des Traunwalchner Adventskonzerts klang noch lange nach. Die Ausführenden ließen keinen Zweifel daran, dass sie nicht nur die jubilierende Lobpreisung mit Pauken und Trompeten vorzüglich beherrschen: Im bewährten Dreiklang Klassik – alpenländisches Musikgut – Klassik boten sie vom ersten bis zum letzten Klang ein glanzvolles Musikereignis.

Die Mitwirkenden des Traunwalchner Adventskonzert führten im bewährten Dreiklang unter der Leitung von Manfred Hausotter durch die Weihnachtsgeschichte und sorgten für ein glanzvolles Musikereignis. (Foto: Rasch)

Dazu beigetragen hatten die bewährten Protagonisten, die seit vielen Jahren einen festen Bestandteil bilden und auf hohem Niveau musikalisch durch die Weihnachtsgeschichte führen: der Kirchenchor Traunwalchen, ein Kirchenorchester, ein Blechbläserensemble, die »Klarinettenmusi Traunwalchen«, der »Pertensteiner Dreigesang« sowie die Solisten Irmi Irgmaier, Tissi Fernandez (Sopran), Bernhard Kesy (Tenor), Günther Stöckl (Bass), Elisabeth Bäuml (Harfe) und nicht zuletzt der Chefdirigent Manfred Hausotter.

Abwechslung für die Weihnachtsgeschichte

Der 75-Jährige ist stets auf der Suche nach neuen Werken – heuer war es das Magnificat von Wolfgang Amadeus Mozart –, um Abwechslung in die musikalische Weihnachtsgeschichte zu bringen. Die unterschiedlichen Stile, vom gediegenen Bach über Mozart, Orff bis hin zu wohlklingenden böhmischen Harmonien, sorgten melodisch wie rhythmisch für eine interessante Mischung.

Chor, Instrumentalisten und Solisten zeigten sich sowohl in den Einsätzen als auch in der Intonation sehr gefestigt und wurden den Anforderungen gehobener Klassik und Volksmusik gerecht. Auf die Ankunft des Herrn stimmten die Bläser mit »Wachet auf« ein, gefolgt vom Chor und Solisten mit Wolfgang Amadeus Mozarts »Alma Dei creatoris«. Dieses »mozärtliche« Werk verzauberte durch seine lyrische Wärme und versprach gleich zu Beginn einen wunderschönen Konzertabend.

Dazwischen streute Elisabeth Bäuml auf der Harfe den »Deutschen Tanz« von Berta Höller ein und nach dem Ave Maria von Carl Orff stimmten Chor und Orchester im Magnificat von Mozart den Lobgesang Mariens an. Einen fließenden Übergang zum volksmusikalischen Teil schafften die Holzbläser mit einem entspannten Walzer und im Dreigesang stimmten Katharina und Magdalena Lauber sowie Tissi Fernandez mit ihren glockenklaren und makellosen Stimmen auf die Geburt Christi ein.

Irmi Irgmaier begeistert mit leuchtendem Sopran

Die Blechbläser begleiteten die Hirten nach Bethlehem und das Sanctus und Agnus Dei aus der böhmischen Weihnachtsmesse von Jakub Ryba verlieh dem volksmusikalischen Teil zum Ausklang eine sehr harmonische Note. Im Offertorium »Angelus ad pastores ait«, in dem Diabelli den weihnachtlichen Text auf großartige Weise musikalisch angedeutet hat, glänzte Irmi Irgmaier mit ihrem strahlend leuchtenden Sopran als »Verkündigungsengel«, die Hirten durch einen dreistimmigen Männerchor, ehe der ganze Chor und das Orchester das mächtige Halleluja anstimmten.

Auf eine wunderschöne Allemande mit Flöte, Klarinette und Harfe folgte das Offertorium Pastorale »Exulta filia Sion« von Carl Czerny und das Weihnachtslied von Johann Sebastian Bach »Ich steh´vor dieser Krippe hier.« Die verbindenden Worte zwischen den Musikbeiträgen sprach Pfarrer Richard Datzmann. Ehrlicher und lang anhaltender Applaus belohnte die grandiose Leistung. Gabi Rasch