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Musik war zu laut: Asylbewerber bedroht Sicherheitsdienst und Polizei mit Messer

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Foto: Montage (li. pixabay, re. dpa/Patrick Seeger)

Burghausen – Mit einem Messer wollte ein 33-jähriger Bewohner einer Asylunterkunft am frühen Sonntagmorgen auf zwei Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes und die alarmierte Polizei losgehen. Die eskalierte Situation konnte zum Glück unter Kontrolle gebracht werden; der Angreifer wurde dabei aber verletzt.


Mehrfach hatten zwei Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes der dezentralen Unterkunft für Asylbewerber im Burghauser Ortsteil Lindach einen 33-jährigen, nigerianischen Staatsangehörigen am frühen Sonntagmorgen zur Ruhe ermahnt, nachdem er zuvor wiederholt mit lauter Musik die anderen Bewohner der Unterkunft belästigt hatte. Gegen 1 Uhr drehte der Bewohner den Lautstärkeregler erneut soweit nach oben, dass ihm die Security-Mitarbeiter die Lautsprecherboxen schließlich abnahmen.

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Darauf reagierte der 33-Jährige sehr aggressiv und bedrohte den Sicherheitsdienst zunächst mit einem Staubsaugerrohr. Anschließend holte er aus seinem Zimmer ein größeres Küchenmesser und setzte damit seine Bedrohungen fort. Der Sicherheitsdienst zog sich zurück und verständigte die Polizei Burghausen.

Während der ersten Befragung des Sicherheitsdienstes kam der 33-Jährige plötzlich mit dem gleichen Messer bewaffnet hinzu und ging erneut bedrohlich auf die Polizeibeamten und die Sicherheitsleute zu. Von den wiederholten und lautstarken Aufforderungen der Polizisten, das Messer fallen zu lassen, ließ sich der Mann zunächst wenig beeindrucken. Erst nachdem beide Polizeibeamte zur Eigensicherung ihre Schusswaffen gezogen hatten, warf der Angreifer das Messer wenige Meter weg.

Dann widersetzte er sich allerdings den weiteren Anweisungen der Beamten und versuchte vielmehr erneut, nach dem in kurzer Entfernung liegenden Messer zu greifen. Noch bevor ihm dies gelang, konnte er von den Polizeibeamten mit körperlicher Gewalt zu Boden gebracht und gesichert werden. Dabei erlitt der Mann leichte Verletzungen, die anschließend ambulant im Krankenhaus Burghausen behandelt wurden.

Aufgrund seiner erheblichen Alkoholisierung über zwei Promille und der damit verbundenen Fremdgefährlichkeit wurde der Mann bei der Polizeiinspektion Burghausen in Gewahrsam genommen und nach seiner Ausnüchterung am Sonntagmittag wieder entlassen.

Die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes und die Polizeibeamten blieben unverletzt. Die Polizeiinspektion Burghausen ermittelt nun wegen Bedrohung gegen den Mann.

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