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»Müll wieder mitnehmen«

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Dieses Foto schickte uns unser Leser Andreas Ruppert vom Lödensee. Zwischen 300 und 500 Kilogramm Müll sammeln die Ruhpoldinger Bauhofmitarbeiter im Monat ein.

Ruhpolding – Nicht nur in Traunstein an der Traun gibt es das Problem, dass Spaziergänger und Feiernde ihren Müll einfach in der Natur liegen lassen (wir berichteten). Auch in Ruhpolding am Lödensee findet sich immer wieder jede Menge Müll.


»Das Bild sagt eigentlich alles. Zu beachten sind neben der 'Hausmülldeponie' auch noch die kleinen zusammengeknoteten Tütchen. Das Foto entstand nach der Unterführung vom Lödenseeparkplatz«, schreibt uns unser Leser Andreas Ruppert.

»Das ist für uns tatsächlich sehr ärgerlich«, bestätigte dazu auf Nachfrage des Traunsteiner Tagblatts Martin Heinemann, Geschäftsleiter der Gemeinde Ruhpolding. »Ich bin ja selbst Hundebesitzer und habe Verständnis für den Wunsch, mit dem Hund die Natur zu genießen. Aber für achtlos weggeworfene Hundekot-Tütchen habe ich kein Verständnis.«

Das Seengebiet werde im Internet auch noch gezielt beworben. »Da werden sogar Schilder zu Hundetreffen aufgestellt. Das darf alles sein, aber dann erwarten wir schon, dass sich alle an die Spielregeln halten und ihren Müll wieder mitnehmen«, sagt Heinemann. An anderen Seen seien Hunde bereits gar nicht mehr erlaubt. »Wir machen uns da auch Gedanken über geeignete Maßnahmen. Die können dann unter Umständen auch sehr restriktiv ausfallen. Das will ja auch keiner.«

Doch sind es offenbar nicht nur Hundebesitzer, sondern auch alle möglichen anderen Zeitgenossen, die ihren Müll in der Natur entsorgen. »Unsere Bauhofmitarbeiter sind dreimal in der Woche da draußen, um den Müll zu entsorgen. Da findet sich dann alles Mögliche, darunter Hausmüll genauso wie auch Sperrmüll, Luftmatratzen oder Schlauchboote zum Beispiel«, so Heinemann.

Das Problem betrifft auch nicht nur das Seengebiet. Auch entlang der Traunauen müssen die Bauhofmitarbeiter immer wieder alle möglichen Hinterlassenschaften wegräumen. Und selbst im Ort, wo es noch Hundetoiletten gibt, werden die Tüten einfach daneben geworfen.

300 bis 500 Kilogramm Müll pro Monat kommen so im Durchschnitt zusammen, schätzt Heinemann. Heuer seien es schon mehr gewesen, die Badesaison habe aber auch schon im April begonnen. »Das zahlt alles die Allgemeinheit. Ich kann nur dringend appellieren, dass jeder seinen Müll einfach wieder mitnimmt und selbst daheim oder am Wertstoffhof entsorgt«. coho