weather-image
26°

Mit Tricks Häuser vor Erdbeben schützen

Manche Häuser sind zusammengebrochen. Auf den Straßen liegen Steine und anderer Schutt. Im Land Mexiko hat ein Erdbeben am Dienstag schlimme Schäden angerichtet. Dabei kamen auch Menschen ums Leben.

Mit Tricks Häuser vor Erdbeben schützen
In Mexiko hat ein Erdbeben viele Häuser einstürzen lassen. Foto: Nadya Murillo/El Universal via ZUMA Wire/dpa Foto: dpa

Besonders ältere Häuser stürzen bei großen Erdbeben ein. Auf der ganzen Welt machen sich deswegen Fachleute Gedanken, wie man Häuser besser gegen Erdbeben sichern kann. Einer davon ist Carsten Könke. Er forscht dazu an der Universität der Stadt Weimar.

Er erklärt: Bei einem Erdbeben verschieben sich Erdplatten im Boden. Dabei entstehen zwei Arten von Wellen. Die einen bewegen sich von unten nach oben. Sie sind für die Gebäude nicht so gefährlich. Die anderen Wellen bewegen sich seitlich, also etwa von rechts nach links. Diese Wellen können Häuser zum Einsturz bringen. «Trotzdem kann man die Gebäude schützen», sagt Carsten Könke.

Eine Möglichkeit ist es, die Häuser aus leichtem Material zu bauen. Zum Beispiel aus Ziegel oder Holz. Und nicht etwa aus Beton. Denn so schwingt bei einem Erdbeben weniger Masse hin und her.

Außerdem müssen Häuser beweglich sein. «Ein Gebäude muss sich verformen dürfen», sagt Carsten Könke. So kann es leichter mitschwingen, wenn ein Erdbeben an ihm rüttelt. Ohne gleich kaputt zu gehen. Manchmal werden Gebäude sogar gar nicht erst auf den Boden gebaut. Stattdessen stehen sie auf Dämpfern und Sprungfedern. «So merkt das Gebäude das Erdbeben nicht», sagt Carsten Könke.

Auch in Deutschland sind Häuser in bestimmten Regionen gegen Erdbeben geschützt. Oft ist das jedoch teuer, sagt Carsten Könke. Gerade in ärmeren Ländern auf der Welt ist das ein Problem. Denn wenn nicht alle Häuser geschützt sind, passiert bei Erdbeben schneller etwas.