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Ungar hatte "Clean Urin" im Gepäck – Erfolgreicher Tag für Fahnder

Mit Drogen und "schweren" Böllern über die Grenze

Piding – Verbotene Feuerwerkskörper, Drogen und gefälschte Autokennzeichen stellten Beamte der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein bei Kontrollen sicher.

Foto: PIF Traunstein

Als eine Streife der Schleierfahndung am frühen Montagmorgen einen Audi mit makedonischer Zulassung auf der Autobahn Richtung Salzburg kontrollierte, schlug ihnen bereits aus dem Innern des Fahrzeugs Marihuanageruch entgegen.

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Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs wurde dann eine Kleinmenge der Droge gefunden. Einer der drei Insassen, ein 19 Jahre alter Makedonier, gab den Besitz zu und wurde angezeigt. Als die Beamten den Kofferraum durchsuchten, staunten sie nicht schlecht, als sie eine ganze Kiste voller Böller fanden. Nicht die Anzahl verwunderte sie, sondern die Größe: Einige wogen mehr als ein halbes Kilo und waren geeignet, eine ordentliche Explosion hervorzurufen. Schlecht für die drei Makedonier war, dass keiner der Böller ein deutsches Zulassungszeichen trug, sodass sie wegen einem Verstoß gegen das Sprenggesetz angezeigt wurden. Die Böller wurden sichergestellt und werden jetzt fachgerecht entsorgt.

Eine weitere Streife kontrollierte in der Zwischenzeit einen in der Schweiz lebenden Ungarn und wurde auch hier fündig. Der 27-Jährige wollte auf der Autobahn Richtung Salzburg reisen, musste aber in Piding einen unfreiwilligen Stopp einlegen. Auch hier rochen die Beamten bei der Kontrolle Marihuana; eine Durchsuchung des Wagens folgte. Insgesamt fanden sie etwa 15 Gramm Marihuana, zwei Tütchen mit Amphetaminen und zehn Gramm Testosteron. Eine gelbe Flüssigkeit gab kurz Rätsel auf, bis der Ungar zugab, dass es sich um "Clean urin" – künstlichen Urin zur Verschleierung von Drogenkonsum – handelte. Der 27-Jährige wurde wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und die Antidopingverordnung angezeigt.

Zudem kontrollierten die Fahnder einen Konvoi, bestehend aus zwei Fahrzeugen mit belgischen Zulassungen, die auf dem Weg von Belgien nach Makedonien waren. Die beiden 43 und 48 Jahre alten Fahrer hatten für die Kleintransporter allerdings weder eine Versicherung, noch waren die verwendeten Kennzeichen außerhalb Belgiens gültig. Sie mussten die Fahrzeuge deshalb abstellen und sich nach der Anzeigenaufnahme wegen Kennzeichenmissbrauch, einem Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz und die Abgabenordnung um eine neue Zulassung bemühen.