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Mit Donnern in den Weltraum

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Sojus-Rakete
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Los geht's! Mit drei Astronauten an Bord hebt die Rakete ab. Foto: Dmitri Lovetsky/AP/dpa Foto: dpa

Tschüß, Alexander Gerst! Der deutsche Astronaut ist gerade mit einer Rakete ins All geflogen. In verschiedenen Städten in Deutschland haben Fans den Start verfolgt. Unter ihnen viele Kinder.


Die Triebwerke werden gezündet. Feuer quillt unter der Rakete hervor. Staub wirbelt auf. Es donnert gewaltig. Langsam hebt die Sojus-Rakete am Mittwoch in der Steppe des Landes Kasachstan ab.

An Bord: Astronaut Alexander Gerst sowie seine Kollegen Sergej Prokopjew und Serena Auñón-Chancellor. Die Rakete wird immer schneller, die Astronauten werden schließlich in ihre Sitze gepresst.

Alexander Gerst findet das Gefühl beim Start «absolut großartig». Er kennt es bereits: Vor vier Jahren flog er schon mal ins Weltall. Viel Zeit, aus dem Fenster zu schauen, hat er aber auch diesmal nicht. Ständig muss er die Systeme überprüfen.

Nach und nach werden die Teile der Rakete abgetrennt. Auch die Hülle, welche die Sojus geschützt hat, kommt weg. Am Ende fliegt nur noch die Sojus-Kapsel.

Das Spektakel beobachteten viele Weltraum-Fans im Fernsehen oder auf dem Computer. Hunderte Kinder kamen auch in Planetarien in mehreren Städten zusammen - die Kuppeln dieser Gebäude dienten dabei als große Leinwände.

In Berlin gab es auch ein Weltallfest. Dort konnte man zum Beispiel auf einem Gerät erfahren, wie sich der Orientierungssinn in der Schwerelosigkeit verändert. «Das hat Spaß gemacht, man hat zwar die Orientierung verloren, aber es war cool», sagte der Schüler Anas.

Im Heimatort von Alexander Gerst hingen am Mittwoch Zettel mit Wünschen von Kindern im Rathaus. Darauf stand: «Viel Spaß mit deinen Experimenten» und «Einen guten Flug». Der Bürgermeister erzählte, dass sogar Klassenarbeiten verlegt wurden. So konnten die Schüler den Raketenstart gucken!

Zwei Tage braucht die Sojus-Kapsel, um zur internationalen Raumstation ISS zu fliegen. Auf dem Flug müssen die drei Astronauten nicht die ganze Zeit in ihren Sitzen bleiben. Sie können in einen anderen Teil der Kapsel gehen und normale Klamotten anziehen. Erst beim Wechsel zur ISS brauchen sie wieder ihre Raumanzüge.