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»Mit dem Geld etwas Vernünftiges tun«

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Dr. Heinz Loewe beim Gespräch im Hotel »Edelweiß«, wo er die Ziele der »Dr. Heinz und Maria Loewe Stiftung« erläuterte. Foto: privat

Das war der feste Anlaufpunkt für die Familienzusammenkünfte, die Dr. Loewe auch nach vielen Jahrzehnten in lebhafter Erinnerung sind. Beispielsweise als er in den Teich fiel und heißen Himbeersaft zur »Wiederbelebung« bekam. Ein Getränk, das offensichtlich wie andere Dinge der Kindheit und Jugendzeit lange nachschmeckbar ist.


Dr. Heinz Loewe und seine Gattin Maria haben nicht lange nach einem Wohnort für die Zeit nach dem Berufsleben suchen müssen. Vom Häusl neben dem »Köppeleck« sind sie dann 1988 in das Appartementgebäude der »Insula« übergesiedelt.

Maria Loewe, der wohl musischere Teil des Paares und mit zeichnerischer beziehungsweise malerischer Begabung, hat sich neben dem eigenen Tun, intensiv mit dem künstlerischen Nachlass von Ludwig Thiersch beschäftigt und auch Ausstellungen organisiert. Im Rahmen der »Insula« sogar regelmäßig Eigenes und, thematisch und systematisch aufbereitet, immer wieder Erinnerungen an den Künstler Ludwig Thiersch.

Dr. Heinz Loewe hat sich nach langer, der Wissenschaft gewidmeter Periode vor allem der Natur und ihrem Schutz zugewandt. Als Heimat fand er dabei den Nationalpark Berchtesgaden, dem er dankbar verbunden blieb und den er weiter unterstützen will.

»Wir haben keine Kinder«, sagt Dr. Heinz Loewe, »da wollten wir mit dem Geld etwas Vernünftiges machen.« Eine Stiftung soll Mittel kanalisieren, die finanzielle Hilfen bei verschiedenen Projekten geben will.

Drei Schwerpunkte setzte sich die »Dr. Heinz und Maria Loewe Stiftung«. Das, sagt Dr. Heinz Loewe lächelnd, hat auch ein wenig mit meinen, unseren Vorlieben zu tun. Kirchenmusik war dem Ehepaar Loewe immer ein wichtiger Aspekt, speziell Dr. Heinz Loewe hat in der »neuen Heimat« bald den Nationalpark für sich entdeckt und konnte sein Wissen in vielen Führungen weitergeben. Bis vor etwa zwei Jahren noch leitete der heute 91-Jährige Interessierte durch den Nationalpark, verband in seinen Erläuterungen Biologie, Botanik, Mineralogie, Geologie und natürlich Chemie. Zur Freude derer, die an den ungewöhnlichen Führungen teilnahmen. Hätten Dr. Loewe nicht gesundheitsspezifische Signale erreicht - man könnte sich leicht vorstellen, dass er immer noch durch das Naturareal führte.

»Hunde helfen heilen« ist eine Stiftung, die Projekte mit Besuchs- und Therapiehunden vornehmlich in Altenheimen, Schulen und Rehabilitationseinrichtungen zur Verbesserung der Lebensqualität von Alt und Jung sowie die gegenseitige Kommunikation verstärken will, fördert und unterstützt. Diesem Anliegen will sich auch die »Dr. Heinz und Maria Loewe Stiftung« anschließen.

Zum anderen will die Stiftung die Kirchenmusik, insbesondere in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Berchtesgaden, unterstützen und fördern. Was beispielsweise die finanzielle Förderung der Aus- und Weiterbildung junger und fortgeschrittener Musiker einbezieht, aber auch die Unterstützung kirchenmusikalischer Projekte und die Beschaffung und Erhaltung sachlicher Mittel zur Ausübung von Kirchenmusik zum Inhalt hat. Als jüngstes Beispiel soll die Unterstützung der Aufführung des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach in der evangelischen Kirche dienen, die sich derzeit in der Vorbereitungsphase befindet.

Der Stiftungsgründer von »Hunde helfen heilen« ist übrigens der gebürtige Münchner Helmut Lindner. Der studierte Bankbetriebswirt, der sich darüber hinaus zum Stiftungsmanager qualifizierte, betreut auch »Hunde helfen heilen«. DM