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Mit dem Akkordeon um die Welt

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Nach der gelungenen Premiere: Ulrich Membré (3. v. l.) und seine Musiker im Tres. (Foto: Barbara Heigl)

Folklore aus Bayern, Osteuropa, Nord- und Südamerika und Russland brachten der Akkordeonlehrer Ulrich Membré, einige seiner ehemaligen Schüler, zwei Tres-Gäste sowie ein ganz junger Musikus am Keyboard im Traunsteiner Tres zu Gehör. Wo sonst bei Live-Konzerten der Rock'n'Roll tobt, erklangen diesmal die unverstärkten Töne der Akkordeons. Die Musikanten, von Membré in launig-grantig-bayrischem Tonfall vorgestellt als da Huaba, da Sebastian, da Martin, da Thomas und da Maxe, haben diese Verstärkung durch Strom aber sowieso nicht nötig, denn ihre eindrucksvollen Instrumente, die preislich mit einem Kleinwagen durchaus konkurrieren können, verwandelten die gepresste Luft in gut hörbaren Schall.


Solo, im Duett oder im Trio aufspielend, begeisterten sie mit Fingerfertigkeit und musikantischem Gespür das zahlreich erschienene Publikum. Almwalzer, steirische Polka, sizilianische Walzer, Musettewalzer, Tangos, Rumba, Czardas, sogar Bluesmusik mit dem Gastmusiker Gerhard Mayer an der Bluesharp und einen »Boogie Chromatica« mit dem kleinen Max, einem Buben im Grundschulalter, stellten die Musikanten dem meist andächtig lauschendem Publikum vor.

»Seid's einfach staad« hatte Membré gleich zu Beginn der Veranstaltung gesagt und das Publikum dann auch nochmals ermahnt, als sich ein leichter Geräuschpegel anbahnte. Das hat schon gepasst, auch wenn man sich so eine Wirtshausmusi schon etwas lockerer vorstellt. Und seine Zwischenmoderation hätte manchmal auch etwas weniger schulmeisterlich ausfallen können, damit das Publikum sich nicht wie früher im Schulunterricht fühlen musste.

Einen großen Teil der 300 Euro, die in dem Spendenzylinder landeten, werden die Musiker, so Membré, einem gemeinnützigen Verein spenden, voraussichtlich dem Traunsteiner Hospiz. Barbara Heigl