weather-image
Zahl der Azubis steigt bundesweit immer weiter an

Mit Abitur in die Ausbildung

Von den Neuanfängern bei den Auszubildenden hatte 2012 fast jeder Vierte (24 Prozent) Abitur. »Das sind deutlich mehr als noch 2009«, sagte Andreas Pieper vom Bundesinstitut für Berufsbildung. Damals war es nur rund jeder Fünfte (20,3 Prozent). Dabei konzentrieren sich Abiturienten auf einige wenige Ausbildungsberufe. »Häufig zu finden sind sie bei den Industrie- und Bürokaufleuten, im Groß- und Außenhandel, bei den Bankkaufmännern und Fachinformatikern«, so Pieper. Im Handwerk sind sie dagegen selten.

Ob sich der Anteil der Auszubildenden mit Studienberechtigung langfristig erhöht, bleibe jedoch abzuwarten. »Bislang kann der Effekt auch auf die doppelten Abiturjahrgänge zurückzuführen sein«, gab Pieper zu bedenken. Möglicherweise hätten sich Jugendliche mit Hochschulreife nur für eine Ausbildung entschieden, weil der Numerus Clausus im gewünschten Studiengang zu hoch war. Dann würden wieder weniger eine Lehre machen, wenn sich die Situation an den Hochschulen entspannt.

Anzeige