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Mintals Abgang von der großen Bühne

Nürnberg (dpa) - Zum Abschied traf Marek Mintal sogar noch mal gegen den deutschen Fußball-Meister Borussia Dortmund. Kurz vor der Pause durfte das in die Jahre gekommene Torphantom des 1. FC Nürnberg bei seinem Ehrenspiel am Samstag zum Elfmeter antreten - und verwandelte cool.

Abschiedsgala
Das Nürnberger «Tor-Phantom» Marek Mintal verabschiedete sich standesgemäß. Foto: Daniel Karmann Foto: dpa

Der Höhepunkt einer emotionalen Achterbahnfahrt für den Slowaken - seinem letzten Auftritt auf der großen Fußball-Bühne. «Es war ein wunderbarer Abschied gegen einen guten Gegner. Dass so viele Leute nur für mich gekommen sind, macht mich stolz», sinnierte der 34-Jährige. Immerhin 31 051 Zuschauer wollten sich Mintals lange angekündigte Abschiedspartie gegen den Doublesieger nicht nehmen lassen - auch ein Ausdruck seiner Beliebtheit in Nürnberg. Sogar sportlich schaffte die um Mintal «verstärkte» Bundesliga-Elf des FCN eine Überraschung und schlug die Westfalen im Test mit 4:2 (2:1).

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Gegen Dortmund brachte Mintal die «Clubberer» kurz vor der Pause per Strafstoß mit 2:1 in Führung, zuvor hatte Hanno Balitsch (29. Minute) Sebastian Kehls ersten BVB-Treffer (15.) egalisiert. Nach dem Seitenwechsel schaffte Jakub Blaszczykowski (62.) den Ausgleich für die Dortmunder, bei denen weiterhin die deutschen EM-Teilnehmer Mats Hummels, Marco Reus, Mario Götze, Ilkay Gündogan und Marcel Schmelzer fehlten. Aber Nürnbergs Neuzugang Sebastian Polter (70.) sowie Mike Frantz (88.) sorgten mit ihren späten Treffern für die Entscheidung.

«Ich habe mich gefreut, heute noch mal mit Marek auf dem Platz stehen zu dürfen. Es war so, als ob er nie weg gewesen wäre», meinte Verteidiger Javier Pinola zum Mann des Abends. Mintal selbst freute sich über die Ovationen der Zuschauer. «Vor dem Spiel war ich schon ein bisschen traurig, dass alles vorbei ist, aber jetzt sehe ich das mit einem lachenden und einem weinenden Auge», sagte der Slowake. In der kommenden Saison soll er das Nürnberger U23-Team in der Regionalliga führen. Für die Zeit danach hat ihm Manager Martin Bader eine Chance als Jugendcoach versprochen.