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Minister feiern Tunnelanstich am Auberg – jetzt beginnen die Bohrungen

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Foto: Wittenzellner

Altenmarkt – Feierlicher Tunnelanstich am Auberg: Unter großer Bürgerbeteiligung und der Anwesenheit vieler Vertreter der Kirchen, Verwaltung sowie der Kommunal-, Landes- und Bundespolitik wurde der 427 lange und knapp 30 Millionen Euro teure Tunnel offiziell angestochen.


Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer lobte das Herzstück der Ortsumgehung von Altenmarkt als unerlässliche Maßnahme zur Verkehrsentlastung.

Auch die Bayerische Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr Ilse Aigner betonte, es werde „für die Menschen gemacht.“ Für Bundesverkehrsminister a.D. Peter Ramsauer, der das Projekt insbesondere in seiner Ministerzeit gegen viele Widerstände vorangetrieben hatte, sei es "„ein Freudentag: Was lange währt, wird endlich gut.“" Glück auf! für das nach der Bürgermeister-Gattin als „Waltraud-Tunnel“ benannte Herzstück der Ortsumfahrung.

Neben der kirchlichen Segnung der Baustelle sorgte die Altenmarkter Musikkapelle für musikalische Unterhaltung. In den kommenden Tagen wird dann mit den Tunnelbohrungen – den sogenannten Vortriebsarbeiten – begonnen. Es wird rund um die Uhr im Schichtbetrieb gearbeitet – auch an Wochenenden und Feiertagen, um die rund 40.000 Kubikmeter Stein und Fels aus dem Berg zu befördern.

Das Gesamtprojekt des ersten Bauabschnitts mit einer Länge von 1,5 Kilometern soll im Jahr 2020 für den Verkehr freigegeben werden.

"Gute Perspektive für Altenmarkt"

Scheuer: „Wir wollen die Menschen in Altenmarkt entlasten und zugleich die Leistungsfähigkeit und die Verkehrssicherheit der B304 verbessern. Mit dem Bau der Ortsumgehung Altenmarkt – und vor allem dem Aubergtunnel – beseitigen wir ein Nadelöhr. Der Durchgangsverkehr wird künftig deutlich reduziert. Das ist eine gute Perspektive für die Menschen in Altenmarkt. Denn das heißt weniger Lärm, weniger Abgase und mehr Verkehrssicherheit – für Auto- und Radfahrer und Fußgänger. Zugleich erreichen wir, dass der Verkehr auf der B304 wieder besser, zügiger und sicherer fließen kann.“

In Altenmarkt an der Alz treffen zwei überregional bedeutsame Verbindungsachsen aufeinander – die B299 und die B304. Dementsprechend ist die Ortsdurchfahrt von Altenmarkt mit durchschnittlich über 15.000 Fahrzeugen am Tag bereits heute sehr stark belastet.

Die Ortsumgehung Altmarkt an der Alz wird in zwei Abschnitten realisiert. Mit dem ersten Bauabschnitt wurde im April 2017 begonnen. Die Verkehrsfreigabe mit Inbetriebnahme des Aubergtunnels ist nach einer Bauzeit von rund vier Jahren im Jahr 2020 geplant. Für den zweiten Bauabschnitt – die Umfahrung Altenmarkts im Osten mit einer Länge von 6,3 Kilometern – laufen derzeit die Projektplanungen. Sobald Baurecht vorliegt, kann auch dieses Projekt starten.

red/ awi/ Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur