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Millionenbeute aus der Schweiz in Rosenheim versteckt: 30-Jähriger festgenommen

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Traunstein: Millionenbeute aus der Schweiz in Rosenheim versteckt: 30-Jähriger festgenommen
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Foto: Symbolbild (pixabay)

Traunstein/Rosenheim – Nach einem Diebstahl von rund 4,5 Millionen Schweizer Franken im Juli vergangenen Jahres aus einem Geldtransporter in der Schweiz konnten die Staatsanwaltschaft Traunstein und die Kripo Rosenheim einen 30-jährigen Deutschen verhaften, der einen großen Teil des Geldes im Landkreis Rosenheim aubewahrt hatte.


In enger Zusammenarbeit führen die Staatsanwaltschaften Traunstein und Solothurn (Schweiz) seit Monaten Ermittlungen gegen insgesamt 15 Personen. Am 1. Juli 2019 hatten mehrere Täter aus einem Geldtransporter in der Schweiz rund 4,5 Millionen Schweizer Franken gestohlen. Verletzt wurde bei der Tat niemand, es wurde auch keine Gewalt angewendet. Die Staatsanwaltschaft Solothurn leitete die Ermittlungen gegen die zunächst unbekannten Täter ein.

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Großteil der Beute wurde nach Rosenheim gebracht

In der Folgezeit eröffnete die Schweizer Strafverfolgungsbehörde gegen insgesamt 15 Personen eine Strafuntersuchung. Mehrere mutmaßliche Täter befanden sich vorübergehend in Haft. Die Staatsanwaltschaft Solothurn geht davon aus, dass diese Personen entweder direkt am Diebstahl des Geldes beteiligt waren oder mit der Weitergabe und dem Verstecken der Tatbeute etwas zu tun haben. Gleichzeitig ergab sich der Verdacht, dass ein großer Teil des Geldes in den Landkreis Rosenheim gebracht und dort versteckt wurde.

Die Staatsanwaltschaft Solothurn informierte daraufhin die Staatsanwaltschaft Traunstein, deren spezialisierte Abteilung auf die Verfolgung grenzüberschreitender Kriminalität (»Traunsteiner Modell«) umgehend eigene Ermittlungen wegen Geldwäsche und zum Verbleib der Beute aufnahm.

Am 16. Februar dieses Jahres konnten die Staatsanwaltschaften in Solothurn und Traunstein sowie die Polizeibehörden in Solothurn und die Kripo Rosenheim einen 30-jährigen Mann ausfindig machen und verhaften. Dabei wurden rund 1,6 Millionen Schweizer Franken sichergestellt. Der Deutsche ist geständig, das Deliktsgut über längere Zeit aufbewahrt zu haben. Später konnten im Kanton Solothurn weitere 900.000 Schweizer Franken gefunden werden. Insgesamt sind somit bereits 2,5 Millionen der insgesamt 4,5 Millionen gestohlenen Schweizer Franken sichergestellt worden.

Der genaue Tathergang und wie die mutmaßlichen Täer vorgegangen sind, müssen nun die laufenden Ermittlungen zeigen. »Der Fahndungserfolg wurde durch eine enge und reibungslose internationale Zusammenarbeit der beteiligten Justiz- und Polizeidienststellen ermöglicht«, so die Staatsanwaltschaft Traunstein in einer Pressemitteilung. »Die Spezialabteilung zur Verfolgung grenzüberschreitender Kriminalität war wieder erfolgreich.«