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Menschen in überfüllten Lagern brauchen Hilfe

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Flüchtlingslager
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In Griechenland leben geflüchtete Menschen oft in Zelten, mache schlafen sogar auf der Straße. Foto: Angelos Tzortzinis/dpa Foto: dpa

Es gibt zu wenige Toiletten, zu wenig Schlafplätze und zu wenig Platz: In Griechenland sind einige Lager für Flüchtlinge extrem überfüllt. Ein Minister aus Deutschland reiste in das Land.


Diese Unterkunft ist zu 100 Prozent belegt. Wer so etwas hört, hat meist Pech gehabt. Denn 100 Prozent belegt heißt: Alle Zimmer sind vergeben, jedes Bett ist voll. Was aber bedeutet es dann, wenn Unterkünfte zu 300 Prozent oder sogar mehr belegt sind?

So etwas hat man in den letzten Tagen zum Beispiel aus Griechenland im Süden Europas gehört. Dort sind Unterkünfte für Flüchtlinge stark überfüllt. Es leben dort teils dreimal so viele Leute dort wie geplant. Denn seit einiger Zeit kommen wieder mehr Flüchtlinge als zuvor auf griechischen Inseln wie Lesbos oder Kos an. Die Menschen fahren mit Booten aus der Türkei über das Mittelmeer. Sie flüchten so vor Krieg oder Armut in ihrer Heimat. Von Griechenland aus wollen viele von ihnen weiterreisen, etwa nach Frankreich oder Deutschland.

Doch meist müssen die Menschen längere Zeit in den Lagern bleiben. Damit sind viele Menschen sehr unzufrieden. »Wir haben hier 420 Menschen, die auf den Straßen schlafen«, sagte ein Bürgermeister. Auch in anderen Orten schlafen Menschen draußen oder in Zelten. Es gibt nicht genug Toiletten und Waschmöglichkeiten. Vor einigen Tagen gab es außerdem in einem Lager einen Brand.

Der deutsche Innenminister Horst Seehofer reiste am Freitag nach Griechenland. Bei dem Besuch geht es unter anderem um die Situation in den Unterkünften. Griechenland hofft, dass Deutschland Fachleute schickt. Diese sollen bei den Entscheidungen darüber helfen, welche Menschen in Europa Schutz bekommen und bleiben dürfen. Und wer wieder zurück muss. Denn viele Politiker sagen: Es geht nicht, dass wir all die Menschen in Europa aufnehmen. Etwa weil das viel Geld kostet.

Außerdem hofft Griechenland, dass Deutschland sich mit um die vielen Kinder kümmert, die ohne ihre Eltern geflüchtet sind. Das wollen auch Hilfsorganisationen. »Bevor es Winter wird, muss gehandelt werden«, schrieben sie an die deutsche Regierung.