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Meilensteine der deutsch-französischen Freundschaft

Berlin (dpa) - Präsident Charles de Gaulle und Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) haben die Basis für die Aussöhnung zwischen Deutschen und Franzosen geschaffen. Einige Meilensteine auf dem Weg von Feinden zu Freunden:

Helmut Kohl und Francois Mitterrand in Verdun
Historische Geste am 22.09.1984: Der französische Präsident Francois Mitterrand (l) und Bundeskanzler Helmut Kohl (r) reichen sich über den Gräbern von Verdun die Hand - ein Symbol für die Aussöhnung zwischen Frankreich und Deutschland. Fotograf: Wolfgang Eilmes Foto: dpa

Juli 1962: De Gaulle und Adenauer feiern in der Kathedrale von Reims gemeinsam eine «Versöhnungsmesse».

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September 1962: De Gaulle reist sechs Tage durch Deutschland. «Es lebe Deutschland, es lebe die deutsch-französische Freundschaft!», ruft er vor 30 000 Menschen in Bonn aus und wird begeistert gefeiert. In Ludwigsburg hält er eine emotionale Rede an die deutsche Jugend.

Januar 1963: Adenauer und de Gaulle unterzeichnen im Pariser Élysée-Palast den Vertrag über die deutsch-französische Zusammenarbeit.

Juli 1963: Das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) wird aus der Taufe gehoben.

1974: Die persönlichen Freunde Helmut Schmidt (SPD) - Bundeskanzler bis 1982 - und Valéry Giscard d'Estaing - Präsident bis 1981 - kommen an die Macht und vertiefen die deutsch-französische Zusammenarbeit. Sie begründen 1975 während Ölkrise und Währungsturbulenzen den Weltwirtschaftsgipfel.

September 1984: Auf den früheren Schlachtfeldern von Verdun treffen sich Präsident François Mitterrand und Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) zum symbolischen Händedruck, zur «Versöhnung über den Gräbern».

Januar 1988: Kohl und Mitterrand unterzeichnen die Protokolle über die Gründung eines deutsch-französischen Sicherheits- und Verteidigungsrates sowie eines Wirtschafts- und Finanzrates.

November 1999: Als erster deutscher Bundeskanzler spricht Gerhard Schröder (SPD) vor der Nationalversammlung in Paris.

Juni 2000: Bei einem Besuch in Deutschland spricht der französische Präsident Jacques Chirac als erster ausländischer Staatschef im umgebauten Reichstagsgebäude in Berlin.

Januar 2003: Frankreich und Deutschland wollen «Hand in Hand» die Zukunft ihrer Länder und des erweiterten Europas gestalten. Das erklären sie zum 40. Jahrestag des Élysée-Vertrages in Versailles.

November 2009: Merkel und Sarkozy gedenken in Paris gemeinsam des Endes des Ersten Weltkriegs. Es ist das erste Mal, dass ein deutscher Regierungschef an einer solchen Feier teilnimmt.

Februar 2010: Deutschland und Frankreich wollen mit einer «Agenda 2020» die nächsten zehn Jahre gemeinsam gestalten und Europa den Takt vorgeben. Merkel und Sarkozy beschließen in Paris 80 Projekte.

Französische Botschaft in Berlin zu Etappen der Partnerschaft