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Mehrere Bergwanderer in Bergnot

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Berchtesgadener Land – Aufgrund des warmen Wetters waren während der vergangenen Tage bereits viele Bergwanderer unterwegs; Restschnee in den Höhenlagen und Nordhängen machten ihnen teilweise das Leben schwer. Am Freitagnachmittag mussten die Bergwachten Marktschellenberg, Ramsau und Berchtesgaden viermal hintereinander ausrücken. An der Grafenhütte am Untersberg hatte sich ein 68-jähriger Einheimischer schwer an der Schulter verletzt, auf der Reiteralpe waren gleich mehrere Wanderer in Bergnot geraten und auf dem Fußweg oberhalb des Salzbergwerks war eine 18-jährige Einheimische vom Pferd gestürzt.


Gegen 12.50 Uhr ging ein Notruf von der Grafenhütte am Untersberg ein, wo sich ein 68-jähriger Einheimischer schwer an der Schulter verletzt hatte. Die Bergwacht fuhr per Geländefahrzeug zusammen mit dem Berchtesgadener Notarzt zum Unfallort, versorgte den Patienten medizinisch und brachte ihn ins Tal. Er wurde danach vom Roten Kreuz per Rettungswagen in die Kreisklinik Berchtesgaden eingeliefert.

Gegen 15 Uhr meldete sich ein unverletzter, in Bergnot geratener Bergsteiger aus dem Gebiet des Stadelhorns auf der Südostseite der Reiteralpe. Die Bergwacht Ramsau und die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers »Christoph 14« konnten den Mann bei einem Suchflug finden, im Gelände sichern und dann ins Tal fliegen. Noch während des Einsatzes ging ein weiterer Notruf von unverletzten Bergwanderern ein, die zwischen den Schwarzbachalmen, dem Wachterlsteig und der Neuen Traunsteiner Hütte im weitläufigen Gebiet der Reiteralpe in Bergnot geraten waren. Einsatzkräfte der Bergwacht Ramsau und »Christoph 14« starteten zu einem Suchflug, konnten die Verstiegenen finden und sicher ins Tal bringen.

Gegen 17 Uhr musste die Bergwacht Berchtesgaden zur Unterstützung des Landrettungsdienstes auf den Fußweg oberhalb des Salzbergwerks ausrücken, wo sich eine 18-Jährige bei einem Sturz vom Pferd verletzt hatte. Die Patientin wurde notärztlich versorgt, mit der Gebirgstrage abtransportiert und in die Kreisklinik Bad Reichenhall eingeliefert. Die Berchtesgadener Bergretter mussten mit ihrem Kerosinanhänger auch den Traunsteiner Rettungshubschrauber in Ramsau nachtanken. ml