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Mehr Geld für Erzbistum München und Freising

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Verschiedene Euro-Scheine. Foto: Daniel Karmann/Archivbild Foto: dpa

Das Geld sprudelt weiter für die katholische Kirche in München und der Region - den gestiegenen Löhnen sei Dank. Aber die Prognose des Erzbistums sieht einen Wandel. Von Sparmaßnahmen will keiner sprechen, erst brauche es eine Vision für die Kirche der Zukunft.


München (dpa/lby) - Die katholische Kirche leidet weiter unter den anhaltenden Kirchenaustritten - finanziell hat der Rückgang an zahlungspflichtigen Gläubigen das Erzbistum München und Freising aber bislang nicht in Bedrängnis gebracht. Im vergangenen Jahr konnte Bayerns größtes Bistum sein Vermögen sogar noch vermehren. Am Donnerstag gab die Verwaltung Einblicke in ihre Finanzen: Zum 31. Dezember 2018 lag die Bilanzsumme bei rund 3,5 Milliarden Euro. Das waren 125 Millionen Euro mehr als im Vorjahr.

Aus der Kirchensteuer bekam das Erzbistum rund 645 Millionen Euro. Das waren den Angaben zufolge fünf Millionen mehr als noch 2017. Grund für die Steigerung seien trotz der vielen Kirchenaustritte die gestiegenen Löhne und die damit verbundene Kirchenabgabe, sagte Finanzdirektor Markus Reif. Aber in den kommenden Jahren werde es »enger«. Die geplanten Einnahmen würden wahrscheinlich zurückgehen. Die Entwicklung kippe irgendwann.

Generalvikar Peter Beer erklärte, die Kirchenverwaltung beginne auf Kante zu nähen. Er forderte, die Gelder umzuwidmen und »Ressourcen zu verschieben«. Er beteuerte, nicht von Sparmaßnahmen zu sprechen. Die seien »erst der übernächste Schritt«. Zuerst müsse es eine Vision geben, wie sich die Kirche in der heutigen Gesellschaft präsentiere. Beer stellte unter anderem die Frage, ob jede Konfession in einem Ort ein eigenes Pfarrheim brauche, das überwiegend leer stehe. Er brachte eine »plurale Nutzung« ins Spiel.

Mit rund 1,7 Millionen Katholiken ist das Bistum das größte in Bayern. Im Jahr 2017 traten rund 48 000 Katholiken im Freistaat aus ihrer Kirche aus, fast 18 000 davon im Münchner Bistum.

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