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Medizinstudenten haben schlechtes Statistikverständnis

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Universitätsmedizin
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Das Wissen von Studenten im Bereich Statistik ist unzureichend. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Max-Planck-Insituts für Bildungsforschung. Foto: Swen Pförtner Foto: dpa

Statistikkenntnisse sind im medizinischen Arbeitsalltag unerlässlich. Risiken müssen richtig eingeschätzt werden und Wahrscheinlichkeiten verstanden werden. Eine Studie zeigt, dass das Wissen von Medizinstudenten hier lückenhaft ist.


München (dpa/tmn) - Chancen und Risiken bewerten, Zusammenhänge herleiten, Ergebnisse interpretieren - Statistikkenntnisse sind für Medizinstudierende unerlässlich. Doch vielen Studierenden mangelt es am entsprechenden Verständnis.

Darauf weist das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung ( MPIB) hin, das eine Studie zu diesem Thema durchgeführt hat.

Das Harding-Zentrum für Risikokompetenz am MPIB hat einen Schnelltest entwickelt, der anhand von zehn Multiple-Choice-Fragen Fähigkeiten prüft, die im praktischen Alltag von Ärzten nötig sind. Zum Beispiel: Risiken einschätzen und Wahrscheinlichkeiten verstehen. Für die Beobachtungsstudie füllten 169 Studierende und 16 Lehrende den Test aus. Im Ergebnis zeigte sich: Die Studierenden beantworteten im Durchschnitt nur etwa die Hälfte der Fragen richtig, die Lehrenden wussten auf drei Viertel der Fragen die korrekte Antwort.

Das MPIB hebt aber hervor: Nach einem entsprechenden Statistik-Kurs beantworteten die Studierenden im Durchschnitt fast 90 Prozent aller Fragen richtig. Das Harding-Zentrum für Risikokompetenz hat den Schnelltest veröffentlicht: Studierende können ihre Kenntnisse damit selbst überprüfen.

Meldung des MPIB

Der Schnelltest zum Selbstcheck