weather-image
22°

Medaille für Willi Schmitt

4.8
4.8
Bildtext einblenden
So beginnt fast jeder Flug vom Jenner: ausgiebig »Thermik-Tanken« zwischen Jenner und Kehlstein, danach geht es weiter Richtung Watzmann. (Foto: privat)

Berchtesgaden – Der Berchtesgadener Drachenflieger Willi Schmitt ist im November anlässlich des Sportlertags des Deutschen Hängegleiter Verbandes mit der Bronze Medaille ausgezeichnet worden. Eine solche Leistung hatte zuvor noch kein Berchtesgadener Drachenflieger erreicht.


Schmitt konnte mit drei hervorragenden Flügen aufwarten, von denen er zwei vom Jenner und einen von der Schmittenhöhe im Pinzgau aus gestartet hatte. Noch beeindruckender ist die Tatsache, da er in der Saison 2015 insgesamt nur acht Flüge absolvierte, aus denen dann die drei Wertungsflüge resultieren.

Die größte Schwierigkeit bestand bei den Flügen vom Jenner aus immer darin, den Berchtesgadener Talkessel überhaupt verlassen zu können. Die Thermikquellen sind hier rar und sehr schwer zu fliegen. Die Thermikschläuche, die die Flieger auch »Bärte« nennen, sind aufgrund der vorherrschenden Topografie extrem eng und turbulent.

Um beim Streckenflugwettbewerb des DHV teilnehmen zu können, müssen die Piloten über eine Überlandflugberechtigung verfügen und die Flüge mittels eines GPS-Gerätes aufzeichnen. Die Daten werden dann online gestellt, automatisch ausgewertet für jedermann sichtbar aufbereitet. Unter www.dhv-xc.de können die Flüge mittels Karte oder Googl-Earth-Link angeschaut werden.

Schmitt hatte mit seinen drei Flügen insgesamt eine Strecke von 252,2 Flugkilometern absolviert und Höhen von bis zu 3 755 Metern erreicht. Die schnellste gemessene Geschwindigkeit betrug 104,4 km/h. fb