weather-image
29°

Marathon-Projekt in der Tristramschlucht auf der Zielgeraden?

2.1
2.1
Bischofswiesen: Marathon-Projekt Tristramschlucht bald fertig – Wanderweg-Eröffnung auf Zielgeraden?
Bildtext einblenden
Über weite Strecken ist der Wanderweg in der Tristramschlucht bereits in sehr gutem Zustand. (Fotos: Bernhard Stanggassinger)

Bischofswiesen – Prognosen, wann der Wanderweg durch die Tristramschlucht in Bischofswiesen wieder eröffnet werden kann, will schon lange keiner mehr abgeben. Zu lange wird bereits um die Zuständigkeiten auf dieser kürzesten Verbindung zwischen Berchtesgaden und Bischofswiesen gestritten.


Nach mittlerweile rund zehnjähriger Sperrung scheint man jetzt auf der Zielgeraden zu sein, denn die Sanierungsarbeiten am Weg sind großteils abgeschlossen. Doch zwei Hürden sind immer noch zu meistern.

Anzeige

Steinschlag, Muren und umgestürzte Bäume bedrohten immer wieder den einst so beliebten Wanderweg, aber vor allem auch die entlang der Bischofswieser Ache durch die Schlucht führende Bahnstrecke. Weil die Gefahr schließlich zu groß wurde, hat man den Wanderweg dann gesperrt. Viele Jahre geschah dann nichts, weil sich Deutsche Bahn und Gemeinde nicht über die Zuständigkeiten bei den anstehenden Sanierungsarbeiten einigen konnten.

Schließlich ließ die Bahn dann nach und nach aufwendige Fangzäune in den Steilbereichen errichten, die bei zwischenzeitlichen Murenabgängen bereits ihre Funktionalität bewiesen haben. Erst seit einigen Monaten wird nun im Auftrag der Gemeinde auch am Weg gebaut. Der ist mittlerweile großteils saniert, das holprige Wurzelwerk wurde entfernt und Wegsand aufgetragen. In einigen bislang sehr schmalen Abschnitten ist der Weg nun auch etwas breiter geworden.

Bildtext einblenden
Hier im Hangbereich wurde der Weg ein wenig verbreitert.

Großteils sind die Sanierungsarbeiten mittlerweile abgeschlossen. Aber dennoch ist eine Wiedereröffnung noch nicht wirklich in Sicht. Denn einerseits läuft noch das wasserrechtliche Genehmigungsverfahren für die beiden bereits errichteten Rohrdurchläufe. Diese bislang nicht genehmigten Konstruktionen, die die beiden bisherigen Brückenbauwerke ersetzen, hatte der Bund Naturschutz kritisiert. Und dann steht noch ein Ortstermin mit Vertretern der Deutschen Bahn aus. Dabei soll die künftige Wegtrasse an der Engstelle am westlichen Schluchtausgang diskutiert werden.

Eine Wiedereröffnung der Schlucht war – wieder einmal – für das laufende Jahr in Aussicht gestellt worden. Doch eine Prognose mag nun niemand mehr abgeben. Der Bischofswieser Bauamtsleiter Hannes Grill betont: »Wir hoffen, dass es noch heuer so weit sein wird, denn es besteht ein Rieseninteresse an einer Wiedereröffnung. Aber versprechen kann man da nichts.«

Ulli Kastner