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Mad Matthäi – Bischofswieser kämpft in Teufelskarre um den Sieg

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Selbstgebastelt: Pierre Matthäi mit seinem Höllengerät. (Foto: privat)

Bischofswiesen – »Mad Max« wäre stolz auf ihn. Denn der Bischofswieser Pierre Matthäi ist ebenfalls verrückt. Und zwar autoverrückt. So sehr, dass er sich tatsächlich seine eigene Karre im Stil der berühmten Filmreihe gebaut hat und mit seinem Spezl Andreas Leidinger bei der neuen TV-Actionshow »Devil's Race« auf DMAX gegen harte Gegner kämpft.


Er bezeichnet sich selbst als »zugereisten Saupreiß«. Der 38-jährige Karosseriebauer Pierre Matthäi wohnt seit zehn Jahren in Bischofswiesen. Zunächst hatte er einen Fachbetrieb für Autoaufbereitung in Berchtesgaden. Inzwischen betreibt er mit seinem Firmenpartner die »Glanz-Garage« in Piding. Er kennt sich also aus mit Fahrzeugen aller Art. Zumal er bis zu einem schweren Unfall Rallyeautos gebaut und gefahren hat.

Als dann Ende Mai eine Anfrage via Facebook kam, ob Matthäi nicht an einer neuen, spektakulären Rennshow teilnehmen möchte, war für ihn die Sache klar. »Mit meinem Teampartner Andreas Leidinger habe ich ein Bewerbungsvideo gemacht«, erzählt Matthäi. Das sehr gut ankam. Die Beiden waren im Spiel.

Die folgenden Wochen wurden dann extrem. Matthäi und Leidinger haben sich ein futuristisches Auto gebaut. Mit einer Gatling-Gun, also einem mehrläufigen Maschinengewehr auf dem Dach und antiken Kaugummiautomaten am Heck. Kostenpunkt: gerade mal 5 000 Euro. Das war die Kostenvorgabe des Senders.

»Ich hatte Bock darauf, ein total verrücktes Auto zu bauen«, sagt Matthäi. Ursprünglich hatte das Team einen Subaru im Sinn. »Doch uns wurde sehr bald klar, dass der völlig ungeeignet dafür ist«, erklärt Matthäi. Schließlich kauften die Beiden einen ABT Audi A4 Quattro Avant, also einen getunten Kombi mit Allrad. Der Wagen, Baujahr 1997, war ursprünglich gelb. Sein 1,8-Liter-Turbomotor leistet 250 PS. Die Ausgangsbasis kann man heute jedoch nicht einmal mehr erahnen.

Kurz gefragt:

Motto?
Matthäi: Einfach anfangen. Und dann weitermachen.

Lieblingsmarke?
Matthäi (schaut entgeistert): Pah. Keine. Ein Fahrzeug muss außergewöhnlich sein. Eines, das nicht jeder fährt. Egal, von welcher Marke.

Audi Quattro?
Matthäi: Guter Motor, robuste Technik.

Welches Auto fahren Sie privat?
Matthäi: Gar keins.

Bitte?
Matthäi: Ich habe derzeit kein Auto.

Und früher?
Matthäi: Bis vor Kurzem hatte ich einen Dodge RAM 3 500. Mit Zwillingsbereifung.

»Mad Max« oder »Death Race«?
Matthäi: Bei »Mad Max« gefällt mir das Drehbuch besser. Aber die cooleren Autos kommen eindeutig in »Death Race« vor.

VW Golf?
Matthäi (schaut entgeistert): Wos mechst'n domit?

»Meine Vorgabe war, dass es auf gar keinen Fall ein normales Rallyeauto werden darf«, stellt Matthäi klar. »Recht bald hatte ich eine Vorstellung des Wagens im Kopf. Eine ziemlich abartige«, lacht der 38-Jährige. Natürlich habe er sich zur Inspiration die Filmklassiker »Mad Max« mit Mel Gibson und »Death Race« mit Jason Statham angesehen, in denen futuristische Karossen eine wichtige Rolle spielen. »Klar hat mein Auto Vorbilder, aber bauen musste ich es selber«, betont der Bischofswieser.

Und dabei haben ihm nicht nur Andreas Leidinger und sein Sohn, sondern auch ein paar Freunde geholfen. Die Bilanz: an die 800 Arbeitsstunden, eine ganze Rolle Schweißdraht und vier Flaschen Gas. Den Schrott für die Fahrwerk-»Accessoires« bekam das Team geschenkt, ein nagelneues Fahrzeug ging zum Spottpreis her. »Die Arbeiten, die ja zusätzlich zum regulären Geschäft gelaufen sind, waren sehr kraftraubend. Aber alle hatten Spaß«, sagt Matthäi.

Zu den Dreharbeiten selbst darf sich Pierre Matthäi nicht äußern. Dem »Anzeiger« verrät er aber, dass Moderatorin Sophia Thomalla »sehr nett, aber nicht mein Typ« ist. Und, dass sich Leidinger und er in der Show »Pierre Vers« und »Andi Bar« nennen. Ihr Teamname ist »Mad Beast an the Dark Hunters«.

Wenn man sich das Foto so anschaut, fragt man sich schon, wie Matthäi den herrlichen Rost-Look hinbekommen hat. Auch das verrät der Bischofswieser: »Wir haben unbehandelte Bleche hingeschweißt, dann die Karosserie abgeschliffen und mit einem Gemisch aus Industrie- und Felgenreiniger eingesprüht. Und nach einer Nacht Wartezeit war das Ergebnis perfekt.«

Christian Fischer

Ein paar Fragen...

Motto?
Matthäi: Einfach anfangen. Und dann weitermachen.

Lieblingsmarke?
Matthäi (schaut entgeistert): Pah. Keine. Ein Fahrzeug muss außergewöhnlich sein. Eines, das nicht jeder fährt. Egal, von welcher Marke.

Audi Quattro?
Matthäi: Guter Motor, robuste Technik.

Welches Auto fahren Sie privat?
Matthäi: Gar keins.

Bitte?
Matthäi: Ich habe derzeit kein Auto.

Und früher?
Matthäi: Bis vor Kurzem hatte ich einen Dodge RAM 3 500. Mit Zwillingsbereifung.

»Mad Max« oder »Death Race«?
Matthäi: Bei »Mad Max« gefällt mir das Drehbuch besser. Aber die cooleren Autos kommen eindeutig in »Death Race« vor.

VW Golf?
Matthäi (schaut entgeistert): Wos mechst'n domit?

Teuflisch schnell

Am Dienstag startet die Action-Show »Devil's Race« auf DMAX

Laut Sender ist es die härteste Rennserie des Jahres: Sophia Thomalla präsentiert ab Dienstag die Action-Show »Devil's Race« auf DMAX. Als Motorsportexperte steht ihr der ehemalige Rennfahrer Johannes Stuck zur Seite. Kommentator ist der legendäre Ron Ringguth.

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Von wegen Grid Girl: Moderatorin Sophia Thomalla. (Foto: DMAX)

Bei »Devil’s Race« kämpfen Auto-Freaks in einem Braunkohlerevier in der Lausitz in umgebauten Fahrzeugen um die besten Rundenzeiten. 15 Teams mit je zwei Fahrern kämpfen in fünf Vorläufen um die schnellste Rundenzeit. Die jeweils Besten treten anschließend im Finale in mehreren Kategorien gegeneinander an, um das teuflischste Racing-Team Deutschlands zu ermitteln. Diesem winkt ein VIP-Wochenende bei den 24 Stunden von Le Mans. Die Serie startet am 11. September um 21.15 Uhr. Weitere fünf Folgen laufen jeweils dienstags zur gleichen Zeit auf DMAX. Das große Finale steigt am 16. Oktober.