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Lukebakio sichert Hertha in Bremen einen Punkt

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Werder Bremen - Hertha BSC
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Dodi Lukebakio (M.) sicherte der Hertha in Bremen einen Punkt. Foto: Carmen Jaspersen/dpa Foto: dpa

Werder führt gegen Hertha BSC lange, verpasst aber die Vorentscheidung. Am Ende rächt sich das. Auch, weil ein Berliner Joker seine individuelle Klasse zeigt.


Bremen (dpa) - Vor den Fanblöcken gab es für beide Mannschaften Applaus, doch die Stimmungslage konnte nach dem Remis von Werder Bremen und Hertha BSC bei den Spielern unterschiedlicher kaum sein.

»Wir haben es verpasst, das zweite oder dritte Tor zu machen und jetzt gucken wir blöd aus der Wäsche«, ärgerte sich Bremens Verteidiger Marco Friedl nach dem 1:1 (1:0) in den Katakomben des Weserstadions. Herthas Vedad Ibisevic war dagegen zufrieden, freute sich über die Comeback-Qualitäten seines Teams und wertete die Punkteteilung der Tabellennachbarn als »sehr wichtig« für die Moral.

Tabellarisch hilft das Ergebnis allerdings beiden Mannschaften nicht so wirklich weiter. Die Hanseaten und die Hauptstädter drohen den Anschluss an die Spitzengruppe in der Fußball-Bundesliga zu verlieren.

»Wir haben zwei Punkte verschenkt«, sagte Kohfeldt, dessen Elf lange führte und es versäumte, nachzulegen. »Wir müssen das Spiel gewinnen.« Vor 41.447 Zuschauern brachte Joshua Sargent Werder in der siebten Minute zunächst in Führung. Joker Dodi Lukebakio glich für die Gäste 20 Minuten vor dem Ende aus. Die ambitionierten Bremer verpassten es durch das dritte Remis in Serie, an der Hertha vorbeizuziehen.

Kohfeldt hatte die Hertha vor der Partie als »Mannschaft der Stunde« bezeichnet, doch das Momentum hatten zunächst die Hanseaten auf ihrer Seite. Die Bremer belohnten sich bereits früh für ihre gute Anfangsphase: Maximilian Eggestein passte auf Sargent, der US-Amerikaner schoss und Hertha-Verteidiger Dedryck Boyata fälschte den Ball unhaltbar für Torwart Rune Jarstein ins Berliner Tor ab.

Die Gäste zeigten sich von dem Gegentor keinesfalls geschockt. Nach einem Steilpass lief Ibisevic alleine auf Jiri Pavlenka zu, fiel im Duell mit dem Werder-Keeper zu Boden, doch Schiedsrichter Felix Brych ließ weiterspielen. Maximilian Mittelstädt per Distanzschuss (16.) und Marko Grujic (43.) hatten weitere Chancen für die Hauptstädter, bei denen Abwehrspieler Niklas Stark fehlte. Der 24-Jährige war bei der Nationalmannschaft mit dem Bein im Hotel gegen einen Glastisch gestoßen und hatte sich dabei verletzt.

Einsatzbereitschaft und Offensivgeist stimmten bei beiden Teams. Die etwas reifere Spielanlage hatte aber Werder - und das, obwohl in Yuya Osako, Ömer Toprak, und Kapitän Niklas Moisander drei wichtige Leistungsträger ausfielen. Milot Rashica verpasste nur ganz knapp das 2:0 (27.), ehe zwei Schüsse von Christian Groß kurz vor dem Tor geblockt wurden (28.).

Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Gastgeber zunächst gefährlicher. Rashica schoss aus zehn Metern erst zu unplatziert (62.) und scheiterte dann an einer starken Jarstein-Parade (64.). »Werder hatte einen Matchball auf dem Fuß«, sagte Hertha-Coach Ante Covic. »Da hält uns Rune überragend im Spiel.«

Die Bremer nutzten ihre Chancen nicht und wurden dafür bestraft: Der eingewechselte Lukebakio setzte sich halblinks im Strafraum gekonnt durch, knallte den Ball an den rechten Innenpfosten und von dort sprang das Spielgerät zum Ausgleich ins Tor (70.). »Wir nehmen diesen Punkt mit, den wir uns hier erspielt haben«, sagte Covic. Der Coach lächelte und war offensichtlich genauso zufrieden wie seine Spieler.

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