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London sagt Goodbye - Musikspektakel zum Abschluss

London (dpa) - Goodbye London, oi Rio de Janeiro: Mit einer gigantischen After-Show-Party hat London einen lauten und zugleich bewegenden Schlusspunkt unter die XXX. Olympischen Spiele gesetzt.

Erloschen
Die olympische Flamme ist erloschen. Foto: Christophe Karaba Foto: dpa

Mit dem Erlöschen der olympischen Flamme am Sonntagabend um 23.59 Uhr Ortszeit ging das 17-tägige Sportspektakel in der britischen Hauptstadt zu Ende. Mit der traditionellen Formel «Ich erkläre die Olympischen Spiele von London für beendet» hatte Jacques Rogge, der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, kurz zuvor den Schluss der Spiele verkündet. Zugleich rief er die Jugend der Welt auf, sich in vier Jahren in Rio de Janeiro zu versammeln.

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Den britischen Olympia-Gastgebern zollte Rogge in seinem Urteil über die Spiele höchste Anerkennung. «Das waren glückliche und glorreiche Spiele», sagte der belgische IOC-Boss. Sebastian Coe, Chef des Organisationskomitees, hob hervor: «Heute sehen wir das Ende wundervoller Spiele in einer wundervollen Stadt. Wir haben das Feuer entzündet und das Feuer in der ganzen Welt entfacht.»

Vom 5. bis 21. August 2016 ist die brasilianische Metropole Ausrichter der XXXI. Sommerspiele. Londons Bürgermeister Boris Johnson übergab die olympische Fahne symbolisch an Rios Stadtoberhaupt Eduardo Paes. Anschließend präsentierte sich der erste südamerikanische Olympia-Ausrichter mit feurigen Samba-Rhythmen, einer Karnevalparade und Fußball-Legende Pelé.

Bevor das olympische Feuer in der britischen Hauptstadt erlosch, hatten Weltstars der Popmusik das Olympiastadion gerockt und in die größte Freiluft-Disco Großbritanniens verwandelt. Vor knapp 80 000 Zuschauern im Stadion, unter ihnen Prinz Harry als Repräsentant des britischen Königshauses, und einigen hundert Millionen weltweit vor dem TV heizten Exportschlager der britischen Popmusik wie George Michael, Madness oder The Who auch den Sportlern richtig ein.

«Gänsehaut pur im Stadion!», twitterte Schwimmer Steffen Deibler, Olympia-Vierter über 100 Meter Schmetterling. Besonders laut wurde es im Rund beim Auftritt der wiedervereinigten Spice Girls. Beim «We will rock You» von Queen hielt es kaum noch einen Athleten an seinem Platz.

Am Anfang des fast dreistündigen Programms hatten 108 Fahrzeuge in der Arena eine typische Londoner Straßenszene in der Rush Hour symbolisiert. Dafür war das Stadion, in dem acht Tage lang die Leichtathleten um Gold, Silber und Bronze gekämpft hatten, in ein Mini-London mit Modellen von Tower Bridge, London Eye und anderen Erkennungsmerkmalen verwandelt worden. Wie schon bei der hochgelobten Eröffnungszeremonie von Regisseur Danny Boyle sollte die Welt sehen: Wir Briten haben Humor, eine Hauptstadt voller Sehenswürdigkeiten, wir sind originell und auch ein bisschen verrückt.

Tausende Athleten betraten zum Teil durch ein Zuschauerspalier die Arena und verbreiteten sofort ausgelassene Stimmung. Viele hatten ihre in London gewonnenen Medaillen umgehängt. Die Fahne der deutschen Mannschaft, die mit zahlreichen Athleten vertreten war, trug Ruder-Olympiasieger Kristof Wilke. Nach dem Einzug der Sportler erhielten die drei Erstplatzierten im Marathon aus der Hand von IOC-Präsident Jacques Rogge ihre Medaillen. Stephen Kiprotich hatte dabei das erste Olympia-Gold für Uganda seit 40 Jahren gewonnen.

Für das Programm waren aus 1000 Musikstücken 30 ausgesucht worden, die für «Best Of British» stehen sollten. «Wir wollen zeigen, was die britische Musik in den vergangenen 50 Jahren geleistet hat», sagte der künstlerische Leiter Kim Gavin. 4100 Darsteller wirkten mit, darunter 3500 erwachsene Freiwillige und 380 Schulkinder.