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Lob für den SV Kirchanschöring, aber keine Punkte gegen die kleinen »Löwen«

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Kirchanschöring - SV Kirchanschöring
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1860-Kapitän Dennis Dressel (rechts) glänzte in Kirchanschöring als zweifacher Torschütze. SVK-Spieler Daniel Muteba (links) flog in der 60. Minute nach einer Tätlichkeit mit Rot vom Platz. (Foto: Butzhammer)

685 Zuschauer sahen eine 1:3-Heimniederlage des SV Kirchanschöring in der Fußball-Bayernliga Süd gegen den TSV 1860 München II. Lob für den SVK-Auftritt gab's auch von den Gästen. Der SVK sei ein sehr mutiger Gegner gewesen, meinte »Löwen«-Trainer Sebastian Lubojanski. »Mit zwei Stürmern sind die uns sehr offensiv angegangen, fügte der Gästetrainer nach der Begegnung noch hinzu.


SVK-Trainer Michael Kostner beglückwünschte die Münchner »zum »verdienten Sieg«. Seine Gelb-Schwarzen hätten sehr aggressiv gespielt, fügte er hinzu. »Wir haben viel Laufbereitschaft samt einem starken Pressing gezeigt, das man über die 90 Minuten aber nicht durchziehen kann.«

Die Drittliga-Reserve lief in Kirchanschöring mit teils namhaften Spielern auf. Dennoch kamen die Gäste in den ersten 20 Minuten nicht ins Spiel. Lubojanski beklagte in dieser Phase »mangelnden Spielaufbau«. Danach sei aber ein Ruck durch seine Mannschaft gegangen, da hätten es seine »Löwen« auf den Außenpositionen geschafft durchzubrechen, sagte er.

Dennoch erwischte der SVK den besseren Start in die Partie. Yasin Gürcan erkämpfte sich auf der rechten Seite in einer 1:1-Situation das Leder und sah in der Mitte Tobias Schild, der aus der Drehung rückwärts zum Tor Albert Deiter bediente. Deiters Fallrückzieher schlug rechts unten ins Netz zur Führung ein (12.). Die Kostner-Elf hätte danach mehrmals auf 2:0 erhöhen können, doch Gürcan (17.), Manuel Jung (18.) und Schild (24.) vergaben teils beste Möglichkeiten. Die stets gefährlichen Münchner kamen vor der Pause durch einen Handelfmeter zum 1:1. Ugur Türk verlud Dominic Zmugg und donnerte die Kugel rechts unten in die Maschen (45.).

Kostner bemängelte, dass bei seiner Mannschaft der letzte Wille gefehlt habe, mit dem 1:0 in die Halbzeit zu gehen. Sein Gegenüber war hingegen froh, dass noch vor der Pause der Ausgleich fiel. In Halbzeit zwei sah »Löwen«-Trainer Sebastian Lubojanski dann »mehr Aggressivität, da haben wir es schnell geschafft, das Spiel umzubiegen«.

In der 51. Minute folgte bereits das 2:1 für die »Löwen«. Eine sehenswerte Kombination über Türk schloss Kapitän Dennis Dressel mit einem Schuss ins linke, untere Eck ab. 30 Minuten vor dem Ende dezimierte sich die Kostner-Elf dann selbst: Daniel Muteba wurde im Zweikampf im Mittelfeld von zwei Mann hart rangenommen, revanchierte sich mit einem vermeintlichen Schubser und musste so mit Rot vom Feld (60.). Die kleinen »Löwen« vergaben danach durch Arif Ekin (63.) und Türk (65./78.) reihenweise größte Chancen, um den Deckel auf die Partie draufzumachen. Auf SVK-Seite verfehlten Gürcan (71.) und Schild (76.) das Tor nur knapp – und damit den Ausgleich. 1860-Kapitän Dressel war es vorbehalten, für die Entscheidung zu sorgen. Er nahm einen Pass von rechts volley und setzte mit einem satten Schuss aus 20 Metern, der unhaltbar ins rechte untere Eck einschlug, den Schlusspunkt.

Für den SVK geht es bereits am Mittwoch bei der DJK Vilzing im Landkreis Cham in der Oberpfalz weiter (Spielbeginn 16.30 Uhr). Dabei dürfte vor allem die Rot-Sperre für Muteba SVK-Coach Kostner zu personellen Umstellungen zwingen.

SV Kirchanschöring: Zmugg, Eder, Muteba, Deiter (69. Streibl), Willinger (53. Christian Jung), Köck, Gürcan, Vogl (53. Kart), Hofmann, Schild, Manuel Jung.

TSV 1860 München II: Szekely, Buchta, Stefanovic (71. Heigl), Belkahia, Berzel, Böhnlein, Koussou (84. Spitzer), Abruscia, Türk, Dressel, Ekin (64. Culjak).

Tore: 1:0 Deiter (12.), 1:1 Türk (45.), 1:2 Dressel (51.), 1:3 Dressel (87.).

Rote Karte: Muteba (60./ Tätlichkeit/SVK).

Zuschauer: 685.

Schiedsrichter: Maximilian Alkofer (TSV Siegenburg). mw