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Literatur als Treffpunkt

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Meike K. Fehrmann und Michael Inneberger lasen gemeinsam im Café Lenz.

Das letzte Literaturtreffen des Vereins Chiemgau Autoren hat wieder viele Autorinnen und Autoren aus dem Chiemgau und den umliegenden Landkreisen ins Café Lenz in Traunstein gelockt.


Angelika Oberauer hat ein Kapitel aus dem Roman »Ins warme Licht der Freiheit« vorgelesen. Es handelte von Erinnerungen ihrer Mutter zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges. Anschließend wurden durch die Teilnehmer Fragen an die Autorin, über die Geschichte und ihre Hintergründe gestellt.

Als zweite Lesung des Abends gab es erstmals eine rollenverteilte Lesung. Meike K. Fehrmann las aus »Frieda – Ein Demenz-Krimi«. Dialoge aus der Geschichte, die nicht nur skurriles aus dem Seniorenheim erzählt, sondern auch dunkle Geheimnisse aus der Zeit des Nationalsozialismus ans Licht bringt, wurden von Michael Inneberger als Co-Leser übernommen. Auch hier wurden interessierte Fragen zur Autorin und zum Buch gestellt. Als Geburtstags-Autoren wurden von Arnold Großegesse, der japanische Autor So Aono und von Meike K. Fehrmann die Lyrikerin Hilde Domin vorgestellt.

Das nächste Literaturtreffen findet am 31. August wieder im Café Lenz in Traunstein statt.

Der Übersetzer Moshe Kahn erhält für sein Gesamtwerk in diesem Jahr den mit 15 000 Euro dotierten Paul-Celan-Preis. Dies teilte der Deutsche Literaturfonds in Darmstadt mit. Kahns Werk umfasst Übersetzungen aus dem Italienischen und Französischen, darunter von Autoren wie Pier Paolo Pasolini, Primo Levi und Andrea Camilleri. Als sein »Opus magnum« bezeichnete die Jury die in jahrzehntelanger Arbeit entstandene Übersetzung des monumentalen Romans »Horcynus Orca« von Stefano D’Arrigo, die Anfang 2015 erschienen ist.