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Liebe ist, »wenn er mir beim Bierholen die Tür aufhält«

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Die Vorfreude steht ihm ins Gesicht geschrieben: Antonius kann es kaum mehr erwarten, seine Kreszenz zu heiraten...
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Und auch Kreszenz sehnt die Hochzeit herbei: Tag für Tag wird sie immer schöner... (Fotos: Theaterverein)

Reit im Winkl – Ein Fest der besonderen Art steigt am Samstag in Reit im Winkl: Nach zehn Jahren veranstaltet der Theaterverein heuer wieder eine Faschingshochzeit. Um 15.58 Uhr geben sich der »g'stumperte Blumenzupfer Antonius Balduin vom Bichebocha« und die »jung gebliebene Kreszenz vom Hansl-Heinrich« auf dem Rathausplatz das Jawort. Die Kreszenz und der Antonius sind das neue Traumpaar im Ort. Im Interview, das sie dem Traunsteiner Tagblatt vor ihrer Hochzeit gaben, plaudern sie aus dem Nähkästchen und verraten zum Beispiel, dass der Antonius die Kreszenz mit Eisblumen in der Hand »herumgekriegt« hat...


Liebe Kreszenz, lieber Antonius, ihr seid schlicht und ergreifend ein Traumpaar. Wie habt ihr euch denn kennengelernt?

Antonius: Wir sind beide sehr, sehr, abenteuerlustig. Kennengelernt haben wir uns letzten Winter beim Perlentauchen am Seerosenteich.

War es Liebe auf den ersten Blick?

Antonius: Sowieso! Als Kreszenz in ihrem pinken Bunny-Badeanzug Möhrchen knabbernd vor mir stand, konnte ich nicht widerstehen.

Kreszenz: Antonius war vor dem Tauchen noch beim Eisblumenpflücken im Barfußpark unterwegs. Als er dann mit den Eisblumen in der Hand im Licht der aufgehenden Morgensonne vor mir stand, da war es um mich geschehen.

Kreszenz, Hand aufs Herz, was macht denn den Antonius so unwiderstehlich?

Kreszenz: Sein blumiger, erotischer Duft und seine stattliche Figur. Außerdem kann ich mich, wenn ich knie, so wunderbar an seiner starken Schulter anlehnen.

Einen dicken Geldbeutel hat der Antonius aber schon, oder? Hoffentlich ist da so viel drin, dass für dich nicht nur jedes Jahr zwei Monate Mallorca herausspringen…

Kreszenz: Wer beim Bichebocha in Reit im Winkl wohnt, der will gar nicht nach Mallorca fahren. Wir genießen lieber zuhause den Mythos Bayern.

Wie ist es mit dir, Antonius? Warum ist die Kreszenz so toll, so einzigartig, so wunderbar?

Antonius: Wegen der dicken Hupen.

Die Mitgift macht die Kreszenz aber auch sehr attraktiv. Was bringt sie denn in die Ehe ein?

Antonius: Auf alle Fälle ganz viel Kabelsalat, eine große Leinwand mit Beamer und ihr Cowgirl-Kostüm.

Der schönste Tag im Leben naht: Die Hochzeit steht vor der Tür. Das Programm ist voll, eine illustre Schar an Gästen feiert mit euch. Auf was freut ihr euch denn am meisten?

Antonius: Auf das gute Bier vom Hofbräuhaus Traunstein und den SuperSchnaps vom Penninger.

Kreszenz, was wünscht du dir vom hochheiligen Antonius für den Rest deines Lebens? Soll er dich allzeit mit seinen Händen durch Reit im Winkl tragen?

Kreszenz: Der dahebt mi doch gar ned! Mir glangts, wenn er mir beim Bierholen wenigstens die Tür aufhält.

Antonius, was erhoffst du dir von der göttlichen Kreszenz bis an das Ende deiner Tage? Jeden Tag Reiberdatschi auf deinem Teller?

Antonius: Liaba an Schweinsbraten mit Semmelknödel und dazua a koids Hofei!

Ohne es verschreien zu wollen – was wäre für dich, Kreszenz, ein Grund, den Bund fürs Leben aufzulösen?

Kreszenz: Wenn er mir beim Tanzen auf die Zehen trampelt!

Was, lieber Antonius, darf denn die Kreszenz gar nie nicht machen, was das traute Eheglück dann ein für alle Mal zerstören würde?

Antonius: Des is ganz einfach! Wenn des Essen ned pünktlich jeden Dog am Tisch steht, der Espresso ned hoaß und des Hofei z'warm is. pü