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Gottesdienst zum Diakoniesonntag mit Liedern aus dem Pop-Oratorium »Luther« – Auftakt zur Herbstsammlung

Langjährige Diakonie-Mitarbeiter geehrt

Traunstein – Die Einführung einer neuen Leitungskraft und die Ehrungen langjähriger Mitarbeiter standen im Mittelpunkt des Diakoniesonntags, der in der evangelisch-lutherischen Auferstehungskirche gefeiert wurde; gleichzeitig war der Gottesdienst der Auftakt zur Herbstsammlung der Diakonie in Bayern, die heuer unter dem Motto »Für ein Lebensende in Würde« steht. Als Prediger war Kirchenrat Reiner Schübel nach Traunstein gekommen. Ein musikalisches Erlebnis waren Teile des Pop-Oratoriums »Luther«, gesungen vom Dekanats-Projektchor unter der Leitung von Heike Scherer.

Seit 30, 35 und 40 Jahren sind diese Mitarbeiter beim Diakonischen Werk tätig, hier zusammen mit den jeweiligen Bereichsleitern: (von links vorne) Beate Englisch, Marianne Penn, Robert Münderlein, Christine Bohl, Irmgard Wimmer und Marianne Glück, (hinten von links) Diakonie-Vorsitzender Andreas Karau, Claudia Feichtinger, Ingrid Neuner, Gesamt-Mitarbeitervertretungs-Vorsitzender Thomas Pfeifer, Franz Stelzl, Reinhard Penn, Karl Schechtl, Elisabeth Borst-Sygulla, Kirchenrat Reiner Schübel und Dekan Peter Bertram. (Foto: Diakonisches Werk)

Beim Gottesdienst wurde Evelyn Rauchberger offiziell von Dekan Peter Bertram, die beiden Diakonie-Vorsitzenden Andreas Karau und Margarete Winnichner in ihr Amt eingeführt und durch Handauflegung für ihren Dienst gesegnet. Rauchberger ist als Geschäftsbereichsleiterin für die Jugendhilfeeinrichtungen im Landkreis Altötting verantwortlich.

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Bei seiner Einführung in diesen »ganz besonderen Gottesdienst« sprach Dekan Bertram die fast 1000 Mitarbeiter des Diakonischen Werks an und ihren Auftrag, den Glauben und das Leben von Menschen zu stärken. Bei ihrer Arbeit gehe es ganz wesentlich um die Nächstenliebe, wie sie im Wort Gottes angesprochen wird. Der Diakoniesonntag sei alle Jahre der Tag, an dem langjährige Mitarbeiter für ihre Leistung und für ihren Einsatz geehrt werden – diesmal nicht weniger als 55 für Jubiläen zwischen 15 und 40 Jahren (siehe Kasten).

In seiner Predigt bezog sich Kirchenrat Schübel auf das Evangelium von der Austreibung eines Geistes, in dessen Mittelpunkt der Vater des betroffenen Kindes stand. So wie sich dieser um sein Kind sorgte und nach jedem Strohhalm griff, so gebe es auch bei uns viele Menschen, die in Angst und Sorge seien: Behinderte, Flüchtlinge, alt gewordene Menschen, Menschen ohne zwischenmenschliche Kontakte. Um sie alle kümmerten sich die Mitarbeiter des Diakonischen Werks, die »oft selbst über die Leistungsgrenze hinaus beansprucht werden«. Zum Schluss appellierte Schübel an alle, die nicht aktiv mitarbeiten können, doch bei der Herbstsammlung der Diakonie »ihr Herz und ihr Portemonnaie zu öffnen«.

Der Gottesdienst bekam seinen besonderen Charakter nicht zuletzt durch die musikalische Gestaltung. Mit dem Lied »Im Anfang war das Wort« übernahm der Projektchor den Auftakt zum Gottesdienst. Diese eingängige Melodie durften etwas später die Gottesdienstbesucher auch im Kanon singen. Und weitere Stücke aus dem Pop-Oratorium »Luther« erklangen. Zum Schluss kamen die Chormitglieder singend von der Empore herunter ins Kirchenschiff, stellten sich entlang der Seitengänge auf und verliehen dem Gottesdienst dadurch einen sehr emotionalen Ausklang.

Beifall gab es danach auch für alle, die für runde Jubiläen geehrt wurden. »Sie sind ein großer Segen«, sagte Vorsitzender Karau zu den Geehrten: »Ihre Treue und Kontinuität ist eine wichtige Eigenschaft für das Gelingen von Beziehungen.« Hinter den zu ehrenden Mitarbeitenden, deren Berufsjahre zusammengezählt über 1200 ausmachen würden, stecke eine große Vielfalt von Berufsgruppen.

Thomas Pfeifer, der Vorsitzende der Gesamt-Mitarbeitervertretung, lobte die Verantwortlichen des Diakonischen Werks: »Ein guter Arbeitgeber sorgt für Bedingungen zum Sichwohlfühlen.« Dies sei gerade bei der schweren Arbeit, die hier zu leisten sei, ganz wichtig. Insgesamt sei festzustellen, dass sich die Mitarbeiter   in  ihren Dienststellen wie zu Hause fühlen. he