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Kunstrasen unter die Lupe genommen

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Kunstrasen
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Im Kunstrasen stecken winzige Kügelchen, die dazu beitragen, dass sich der Ball wie auf echtem Rasen bewegt. Foto: Carmen Jaspersen/dpa Foto: dpa

Er ist eine Art Teppich, der wie Rasen aussieht. Doch seine grünen Halme sind nicht natürlich gewachsen. Sie wurden künstlich hergestellt.


Kunstrasen verwenden viele Vereine etwa auf Sportplätzen. Denn der ist auf Dauer billiger als echter Rasen, der ständig gepflegt werden muss.

Der künstliche Teppich besteht nicht nur aus lauter grünen Halmen. Damit etwa ein Ball genauso aufspringt und rollt wie auf echtem Rasen, ist der Kunstrasen aus mehreren Schichten sowie einer Füllung aufgebaut. Die Füllung besteht meistens aus winzigen Gummikügelchen, die aus alten Autoreifen gemacht werden.

Gerade sorgen sich viele Leute, die Füllung des Kunstrasens könnte der Umwelt schaden. Schließlich verrotten die ganzen künstlichen Stoffe nicht einfach wie natürlicher Rasen. Stattdessen könnte Mikroplastik in die Umwelt gelangen, vermuten Fachleute in Europa. Das sind kaum noch sichtbare Stoffe, die zum Beispiel ins Wasser geraten. Dort sind sie aber schlecht für die Natur und die Tiere.

Müssten deshalb alle Kunstrasen entfernt werden? Experten gehen der Sache nun auf den Grund. Sie wollen zum Beispiel klären: Wie viel Füllung gelangt regelmäßig vom Kunstrasen in die Umgebung und etwa ins Wasser?

Der europäische Fußballverband UEFA sorgt sich, es könnte viel Geld kosten, die Füllung auf allen Kunstrasenplätzen auszutauschen. Dass Kunstrasen aber ganz abgeschafft werden muss, braucht niemand zu befürchten. Denn die Füllung könnte zum Beispiel durch natürliche Stoffe wie Kork oder Sand ausgetauscht werden.

DFB-Mitteilung zu Kunstrasenplätzen und EU-Plan

Informationen des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit zum Thema

Mitteilung EU-Kommission

Dokumentation Kunstrasenplätze

Überblick Einstreugranulat

Alternativen zum Granulat